Kreative Anstösse geben

Seit Anfang Juni wird schweizweit über den Leitfaden der Berner Stadtverwaltung zur sprachlichen Gleichstellung diskutiert. Ins Visier der Kritiker geriet die Neukreation «das Elter» anstelle des Begriffs «die Eltern».

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Seit Anfang Juni wird schweizweit über den Leitfaden der Berner Stadtverwaltung zur sprachlichen Gleichstellung diskutiert. Ins Visier der Kritiker geriet die Neukreation «das Elter» anstelle des Begriffs «die Eltern». Die Gemüter in Wallung brachte auch der Ersatz des Fussgängerstreifens durch das Wort «Zebrastreifen».

Eine Lösung wie in der Stadt Bern will PFG-Frau Sylvia Huber für St. Gallen keinesfalls. Es gehe ihr nicht um Reglementierung bis ins allerletzte Detail.

Sie erwartet, dass ein Leitfaden kreative Vorschläge zur sprachlichen Gleichbehandlung der Geschlechter mache. Gute Beispiele für solche Leitfäden sind für sie jener des Bundes oder auch jene, die an den Universitäten Basel und Zürich angewendet werden.

Neukreationen wie «das Elter» oder den aus Deutschland übernommenen Begriff «Zebrastreifen» lehnt Sylvia Huber ab. Dafür müssten andere Lösungen gefunden werden. Die Sprache müsse nämlich angenehm und leserlich bleiben, fordert sie. (vre)