Krähen sind schlimmer als Füchse

ST.GALLEN. Wer Abfallsäcke zu früh auf die Strasse stellt, riskiert am nächsten Morgen eine böse Überraschung. Tiere reissen nachts die Säcke auf der Suche nach Essbarem auf. Wenn der Abfall in den Garten fällt, bleibt er liegen. Zum Ärger der Nachbarn.

Elisabeth Reisp
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Am Morgen die Unordnung: Tiere reissen nachts Abfallsäcke auf. (Bild: pd)

Am Morgen die Unordnung: Tiere reissen nachts Abfallsäcke auf. (Bild: pd)

Alles ist gepackt, die Koffer sind im Wagen verstaut, jetzt muss nur noch der Abfallsack entsorgt werden. Sonst könnte es nach den Ferien böse Überraschungen in der Küche geben. Etwa übler Geruch oder Krabbeltiere im Abfalleimer. Wer den Sack aber zu früh auf die Strasse stellt, also nicht erst am Tag der Sammlung, der beschert den daheimgebliebenen Nachbarn eine böse Überraschung. Oft sind die Säcke dann von Tieren aufgerissen.

Abfall auf dem Boden

«In den Ferien stellen wir fest, dass häufiger aufgerissene Säcke herumliegen», sagt Armin Huser, Ressortleiter Logistik und Recycling von Entsorgung St. Gallen. Wenn ein Sack zerrissen und der Inhalt auf dem Trottoir verteilt ist, wird er nicht von der Sammeltour mitgenommen. «Wir schicken dann das Strasseninspektorat vorbei, die Mitarbeiter kehren alles auf.»

Hund, Katze, Krähen

Es seien bei weitem nicht nur die Stadtfüchse, die Säcke in der Nacht aufreissen. «Wir wissen im Nachhinein nicht, welches Tier es war. Es können auch Hunde und Katzen sein.» Schlimmer als Füchse und Katzen sind gemäss Huser aber die Krähen. «Die sind viel schlauer.»

Wer Krähen in der Nähe hat, könnte das Pech haben, dass sein Sack aufgerissen wird, auch wenn der Sack erst kurz vor der Sammlung an die Strasse gestellt wird. «Krähen warten ab, bis ein Sack kommt, und schlagen dann zu.» Die Säcke seien dann nicht einfach nur aufgerissen. «Die Vögel zerfetzen den Sack regelrecht.»

Unterflurcontainer nutzen

Huser empfiehlt daher, die Säcke in einem Unterflurcontainer zu entsorgen, falls man am Tag der Sammeltour nicht zu Hause ist. Es gibt in der Stadt verteilt rund 280 dieser Behälter, die zeitungebundene Entsorgung erlauben würden. Diese werden in den Ferien tatsächlich auch mehr genutzt. Huser: «Einige der Unterflurcontainer sind in den Ferienwochen übervoll.»