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KOSTEN: Das Wasser geht ins Geld

In der Stadt St. Gallen ist das Wasser teuer. Es kostet deutlich mehr als in den umliegenden Gemeinden. Die unterschiedlichen Wasserpreise sind im Portemonnaie spürbar.
Roger Berhalter

Roger Berhalter

roger.berhalter@tagblatt.ch

Der Wasserpreis in der Stadt St. Gallen ist hoch. Höher als in den umliegenden Gemeinden und höher als in anderen Schweizer Städten. Ein Kubikmeter Trinkwasser beziehungsweise 1000 Liter kosten in St. Gallen 2,66 Franken. Begründet wird dies einerseits damit, dass mit dem Wasserpreis die Sanierung der alten Leitungen in der Stadt finanziert werden muss (Ausgabe vom 3. April).

Anderseits trinken die St. Galler Bodenseewasser, das zuerst hinauf in die Stadt gepumpt ­werden muss. Eine teure Art der ­Bereitstellung. Quellwasser wäre günstiger, doch ist es in der Stadt kaum vorhanden – im Gegensatz zu den umliegenden Gemeinden, wo das Trinkwasser auch deshalb billiger ist.

200 Franken weniger in Engelburg

Die unterschiedlichen Wasserpreise sind im Portemonnaie deutlich spürbar, wie ein Rechenbeispiel für einen Vier-Personen-Haushalt zeigt. Geht man von einem täglichen Wasserverbrauch von 450 Litern aus, bezahlt ein solcher Haushalt in der Stadt St. Gallen pro Jahr 437 Franken für das bezogene Wasser (siehe Grafik rechts). Schon deutlich günstiger wird es in Gossau, wo 1000 Liter Wasser nur noch 2 Franken kosten. Aufs Jahr hochgerechnet, ergibt sich ein Betrag von 329 Franken.

Herisau und Mörschwil verrechnen beide 1,80 Franken pro Kubikmeter Wasser. Ein Vier-Personen-Haushalt zahlt dort pro Jahr noch 296 Franken. Noch günstiger wird es im Einzugsgebiet der Wasserkorporation Abtwil-St. Josefen, wo 1000 Liter Wasser 1.70 Franken kosten und der Jahresverbrauch somit noch mit 279 Franken zu Buche schlägt. Am günstigsten ist das Wasser in Engelburg, wo die Konsumgebühr 1.50 Franken pro 1000 Liter Wasser beträgt. Für den Vier-Personen-Haushalt im Beispiel ergeben sich dort jährliche Wasserkosten von 246 Franken – fast 200 Franken weniger als in der Stadt St. Gallen.

Die Gebühren kommen noch dazu

Im Rechenbeispiel ist nur die Konsumgebühr berücksichtigt. Die effektiven jährlichen Wasserkosten liegen aber um einiges höher, weil noch eine monatliche oder jährliche Grundgebühr hinzukommt, die sich nach der Grösse des installierten Wasserzählers richtet. Diese Gebühren sind je nach Gemeinde oder Wasserkorporation unterschiedlich und können pro Jahr mehrere hundert Franken betragen.

Zudem kostet nicht nur das Frisch-, sondern auch das Abwasser: Die Kosten für die Wiederaufbereitung des Schmutzwassers sind ein grosser Posten in der jährlichen Wasserrechnung. Zählt man alle Kosten zusammen, können beispielsweise für einen St. Galler Einfamilienhausbesitzer insgesamt 1000 Franken pro Jahr für Wasser fällig werden.

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