Korrekt in beide Richtungen

«Verwaltung ist doch gendergerecht», 25.6.2010, und «Nächste Runde im Sprachstreit», 1.7.2010 Was haben wir gelacht, als vor einigen Wochen die Stadt Bern einen geschlechtsneutralen Sprachleitfaden für ihre Verwaltung veröffentlichte.

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«Verwaltung ist doch gendergerecht», 25.6.2010, und «Nächste Runde im Sprachstreit», 1.7.2010

Was haben wir gelacht, als vor einigen Wochen die Stadt Bern einen geschlechtsneutralen Sprachleitfaden für ihre Verwaltung veröffentlichte. Zebrastreifen soll es heissen statt Fussgängerstreifen, haben wir uns amüsiert. Doch wer im Glashaus sitzt…: Offenbar haben auch wir in St.

Gallen übereifrige Parlamentarier, die den Begriff Grundeigentümer nicht für geschlechtsneutral halten und deshalb auch die Grundeigentümerin im Glasfaser-Reglement verankert sehen wollen. Meine Stimme bei den nächsten Wahlen haben die Linksparteien; aber nur unter der Voraussetzung, dass sie dafür sorgen, dass neben dem Frauenpavillon im Stadtpark ein (natürlich baugleicher!) Männerpavillon entsteht und dass neben dem Stadtrundgang «Heilige, Hexen und andere Frauengeschichten»

auch ein Stadtrundgang «Heiliger, Hexerich und andere Männergeschichten» angeboten wird. Die Linke plädiert ja sonst überall für Gerechtigkeit, kann sie das hier auch?

Gianni Burgener Schäflisbergstr. 13, 9000 St. Gallen