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Kornhaus wieder öffentlich

RORSCHACH. Nach fliessendem Übergang von letzten Einrichtungsarbeiten zu ersten Besuchern ist das erneuerte und erweiterte Museum im Rorschacher Wahrzeichen nun offiziell offen. Die Stadt will mit baulichen Änderungen in Teilen des Hauses mitziehen.
Fritz Bichsel
Hermann Fuhrimann, Präsident der Ortsbürgergemeinde Rorschach, ist nun auch ehrenamtlicher Leiter des Museums im Kornhaus. (Bild: Fritz Bichsel)

Hermann Fuhrimann, Präsident der Ortsbürgergemeinde Rorschach, ist nun auch ehrenamtlicher Leiter des Museums im Kornhaus. (Bild: Fritz Bichsel)

Von «ausserordentlicher Freude an einem besonderen Tag» spricht Hermann Fuhrimann. Nach eineinhalb Jahrzehnten mit meist verschlossenen Türen empfängt er als Präsident der Ortsbürgergemeinde Rorschach Gäste zur Wiedereröffnung des Museums im Kornhaus. Vertreter von Gemeinden und Schulen der Region und Leute, die das Erfolgsrezept für vieles im öffentlichen Leben der Stadt repräsentieren: Die Zusammenarbeit von Freiwilligen aus Organisationen und Bevölkerung mit Firmen, unterstützt durch die Stadt mit baulicher oder technischer Infrastruktur.

Hier kam ein weiterer Partner hinzu, das Regionale Didaktische Zentrum (RDZ). Seine Lerngärten und für das Museum geschaffenen Elemente machen das Kornhaus zu einer Erlebniswelt. Gerd Oberdorfer, RDZ-Mitarbeiter und Museumspädagoge, berichtet von freudigem Ja zu dieser Kooperation: «Wir schaffen jedes halbe Jahr einen Lerngarten für Schulen, der bald wieder verschwindet. Jetzt können wir die Lerngärten öffnen für die ganze Bevölkerung.» Auch im Kornhaus werden laufend neue zu erleben sein.

«Es brauchte viel Überzeugungsarbeit vor einem Jahr und dann noch mehr Handarbeit seit Dezember – 3000 Stunden von Freiwilligen allein direkt im Museum», blickt Hermann Fuhrimann zurück. Denn die Museumsgesellschaft hatte das Museum stillgelegt, weil es thematisch veraltet war und ein Umbau des Kornhauses durch die Stadt als Voraussetzung für ein neues Museum in die Ferne rückte. Die Ortsbürger entschieden, zu renovieren, neue Abteilungen zu schaffen, alles mit Elektronik zu ergänzen für interaktive Nutzung und den Betrieb mit Freiwilligen zu führen. «Nun kann die Region von diesem Mut ernten», sagt Hermann Fuhrimann. Ruedi Stambach, früherer Museumspräsident, sagt anstelle eines Kommentars zum veränderten Museum: «Ich finde es super, dass eine initiative Gruppe in so kurzer Zeit so etwas zustande brachte.» Stadtpräsident Thomas Müller – im Bundeshaus, deshalb nicht am Eröffnungsakt – sagt: «Es ist sehr erfreulich, dass Ortsbürger und RDZ das Museum wiederbeleben konnten. Das Ergebnis zeigt, dass wir im Kornhaus etwas machen können, ohne gleich zwanzig Millionen in die Hand zu nehmen.»

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