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Konzerttour durch Proberäume

Zum drittenmal werden morgen und übermorgen die Proberäume der Stadt zu Konzerthallen. Das Bandraum-Festival Disorder lädt zum Rundgang durch die Stadt – mit neuen Bands und einem eigenem Bier.
Kathrin Reimann
Bandraum-Konzert mit Herr Bitter im letzten Jahr. (Bild: PD)

Bandraum-Konzert mit Herr Bitter im letzten Jahr. (Bild: PD)

St. Galler Musikerinnen und Musiker öffnen dieses Wochenende ihre Musikateliers und machen die Räume zugänglich, die sonst nur Bandmitgliedern vorbehalten sind. Zum dritten Mal findet das Disorder-Bandraumfestival am Freitag und am Samstag statt. 18 Konzerte werden an insgesamt 10 verschiedenen Standorten gegeben.

Neue Bands mit älteren Mitgliedern

Nebst einigen Wiederholungstätern wie Elio Ricca, die seit Festivalbeginn mitspielen, sind auch wieder Neuzugänge dabei. So etwa Vintage Groove oder Bad Penny. Beides Bands mit Musikern im eher fortgeschrittenen Alter. So geben Bad Penny am Freitagabend im Museumsquartier ein Blues-Rock-geladenes Konzert in ihrem Bandraum und laden danach zur Jam-Session. Ebenfalls am Freitagabend spielen Vintage Groove Blues an der Haggenstrasse 51. «Ich finde es grossartig, dass sich immer mehr Bands beteiligen und sich das Festival stilmässig ausweitet», sagt Organisator Thiemo Legatis, der sich allerdings noch etwas mehr World-Music wünschen würde. Gemäss dem Organisator dürften sich noch viel mehr Bands am Festival beteiligen. «Es müssen ja nicht nur Künstler sein, die Konzerte geben und auf Tour sind. Es können wirklich auch Jam-Sessions sein oder Kollektive, die gerne gemeinsam musizieren.»

Laufpublikum mit Rauschmusik beschallen

Bekanntere Bands wie etwa Panda Lux, die dieses Jahr auf mancher Festival-Bühne standen, sind natürlich ebenso willkommen. Das Quartett spielt Freitagnacht in den berühmt-berüchtigten Bandräumen in der Reithalle. Ebenso wie Gerry Pikali, Elio Ricca, Karluk, The Harbs, Private Phone Leasing oder Wassily. Letzterer läutet mit seiner sphärischen Musik, die zu kollektiven Rauschzuständen führen kann, den Festivalsamstag um 15 Uhr ein. «Bei schönem Wetter draussen und mit Grill», sagt Legatis. Mit dieser Aktion wolle man auch Laufpublikum erreichen.

Erstmals finden dieses Jahr Konzerte in Rotmonten und in unmittelbarer Kirchennähe statt. So spielen Gazillas – ihr Sound gleicht gemäss Beschrieb dem bizarren Wesen aus dem japanischen Horrorfilm – bei der Pfarrei St. Fiden im Keller. Ebenfalls erstmals mit dabei sind Locque und TurTur. Die beiden Bands geben sich in Uni-Nähe an der Girtannerstrasse 8 – hoch oben über den Dächern der Stadt – die Ehre. Eröffnet wird das Festival morgen um 15 Uhr im Linsebühl. Café Deseado sind zum dritten Mal mit dabei und spielen ein fünf-Stunden-Set im Pointe Jaune Museum.

Publikum soll durch die Stadt wandern

Damit sich in diesem Jahr so etwas wie eine Bandraum-Wanderschaft von Konzert zu Konzert ergibt, hat sich Legatis etwas Besonderes überlegt: «Wir haben uns von dem St. Galler Mikrobrauer Marco Bleisch ein Disorder-Bier brauen lassen und werden mit einem Bier-Velo die verschiedenen Konzerte abdecken und versorgen.» Ziel sei es, die Besucher danach zu motivieren, mitzuziehen und so möglichst viele verschiedene Bandräume zu sehen. «Wir haben festgestellt, dass viele Besucher ein Konzert schauen und dann dort bleiben und nicht weiterziehen», sagt Legatis. Diesen Punkt versuche man in diesem Jahr zu ändern. «Ansonsten haben wir nach dem letztjährigen Disorder beschlossen: Wir wollen weitermachen wie bisher.» Das Bandraum-Festival solle auch in Zukunft klein, übersichtlich und nach dem bewährten Konzept kostenlos über die Bühne gehen.

www.disorder.ch

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