Konzertereignis im Schlosshof

Der Arboner Schlosshof mit seiner speziellen Kulisse wird sich am 17. und 18. August in eine Open-Air-Konzertarena verwandeln. Sinfonische Klänge aus Spanien und Argentinien mit sprühendem Flamenco-Flair erwarten das Publikum.

Max Eichenberger
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Partner: Orchesterleiter Leo Gschwend, «Schloss»-Wirt Marc Signer. (Bild: Max Eichenberger)

Partner: Orchesterleiter Leo Gschwend, «Schloss»-Wirt Marc Signer. (Bild: Max Eichenberger)

ARBON. Zum siebtenmal führt Leo Gschwend mit seinem Sinfonischen Orchester Arbon die Schlosshof-Konzerte auf. Die Idee, den Schlosshof für solche Konzertprogramme zu nutzen, ist aus dem Arboner Stadtfest entstanden. Damals trat Gschwends Orchester mit Mario Pacchioli auf einer mobilen Bühne auf dem Römerhof-Parkplatz auf.

Warum denn nicht einen Teil der historischen Arboner Altstadt als Kulisse nutzen? Von dieser Vorstellung angetan, haben Leo Gschwend und seine Mitstreiter die Schlosshof-Konzerte entwickelt, die fester Bestandteil der Arboner Kulturtradition geworden sind. «Mir fällt auf, dass Leute zu uns kommen, die sich sonst eher scheuen, in einen Konzertsaal zu sitzen», sagt Gschwend. Das habe sicher mit dem attraktiven Ort der Aufführung unter freiem Himmel zu tun – und auch mit der Programmgestaltung.

Spanien und Argentinien

Diesmal erklingt Musik aus dem spanischen Sprachraum. Unter dem Programmtitel «Impresiones» erfüllt das Sinfonische Orchester Arbon den Schlosshof mit lebhafter Musik aus Spanien und Argentinien, wozu Orchesterwerke mit iberischen Themen von Luigi Boccherini, Nikolai Rimski-Korsakow und Manuel de Falla das Rahmenprogramm bilden. Das 16köpfige Flamenco-Ensemble der Tanzwerkstatt Arbon von Diego Gonzalez Lopez und Olivia Sergio verstärkt die der Musik eigenen Rhythmik. Einen zentralen Teil von «Impresiones» bildet das Harfenkonzert Opus 25 von Alberto Ginastera. Die traditionellen Rhythmen argentinischer Musik kombiniert Alberto Ginastera mit der Harmonik moderner klassischer Musik. Den Solopart wird die 28jährige Julia Kreyenbühl-Gschwend interpretieren. Sie hat ihr Harfenstudium 2005 mit Auszeichnung abgeschlossen und internationale Preise gewonnen.

Mit Überraschungen

Das Überraschungsmoment einer Freilichtaufführung reizt Gschwend auch diesmal aus. Zum Auftakt mit Musik aus den Strassen Madrids bleibt die Bühne vorerst bis auf eine Trommel leer. Die Musiker spielen verteilt um die Publikumsreihen, sogar aus den offenen Fenstern des Landenbergsaals, ehe sich dann die Bühne nach und nach füllt. Ein Handwerkertrupp der Arboner Sänger wird im westlichen Teil des Schlosshofes die grosse gedeckte Bühne mit zwei Niveaus stellen – für Tänzer und Streicher vorn, Bläser und Schlagzeug hinten auf der höheren Ebene. Sitzreihen gibt es für knapp 400 Personen. Mit Einsetzen der Dämmerung um 20.30 Uhr wird das Programm an den beiden Aufführungsabenden beginnen.

Auch spanisch essen

Neben der naheliegenden Beteiligung des Flamenco-Ensembles geht das Sinfonische Orchester eine Partnerschaft mit der Wirtschaft zum Schloss ein. Wer mag, kann das musikalische Programm mit einem kulinarischen Teil verbinden. Ab 18.30 Uhr wird ein spanisches Drei-Gänge-Menu angeboten (VIP-Kombiticket 150 Franken). Beim Apéro engagiert sich zudem das Bistro Turm.

Bei schlechtem Wetter würde die Aufführung in den Gemeindesaal Steinach verlegt; entschieden wird am Aufführungstag, 12 Uhr. Doch an diesen Fall mag Leo Gschwend gar nicht denken: «Bis auf einen zehnminütigen Regenspritzer einmal am Ende des Programms hatten wir bis jetzt immer schönes Wetter.»

Schlosshof-Konzerte Arbon, Freitag, 17. August, und Samstag, 18. August, jeweils 20.30 Uhr; Vorverkauf: www.orchesterarbon.ch (auch Info über Aufführungsort bei zweifelhaftem Wetter), Infocenter Arbon, Reservierung VIP-Tickets bis Montag, 13. August. Abendkasse ab 19 Uhr.

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