KONZERTABEND: Aufs Nötigste reduziert

Die Band Steve! aus Basel hat sich der sogenannten Minimal Music verschrieben. Diese Stilrichtung kann am Sonntag im Schloss Wartegg kennen gelernt werden.

Alain Rutishauser
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Marcos Gonzalez, Christoph Boner, Christoph Marty und Clemens Kuratle (von links) sind zusammen Steve!. (Bild: PD)

Marcos Gonzalez, Christoph Boner, Christoph Marty und Clemens Kuratle (von links) sind zusammen Steve!. (Bild: PD)

Alain Rutishauser

alain.rutishauser@tagblatt.ch

Steve! – ein Projekt von vier Freunden, die sich an der Hochschule Luzern kennen lernten – will kommenden Sonntag im Schloss Wartegg ein Ausrufezeichen setzen. Die 2013 gegründete Band spielt sogenannte Minimal Music. Dabei handelt es sich um eine Stilrichtung, die Anfang der 60er-Jahre in Amerika ihren Ursprung nahm. Die Musik ist auf das Nötigste reduziert und baut in generell sehr langen Kompositionen eine hypnotisierende Atmosphäre auf. Die Songs kommen meistens ohne Gesang aus.

Ihren Namen wählten Steve! in Anlehnung und als Hommage an den Mitbegründer der Minimal Music, den Amerikaner Steve Reich. Er begründete die Stilrichtung, indem er beispielsweise Tape Loops, sich immer wiederholende Tonbandspuren, benutzte. Diese Art der Musik beeinflusste zahlreiche Musiker nach ihm, beispielsweise werden im Rap häufig Loops unter den Gesang gesetzt, um nicht zu sehr von den Texten abzulenken.

Début auf CD und Tour durch die Schweiz

Steve! lassen auch andere Stilrichtungen wie Jazz oder Rock in ihre Musik einfliessen. Die Band beschreibt ihren Sound als rhythmisch vielseitig, aber auch meditativ. Marcos Gonzalez spielt dabei E-Bass, Christoph Marty die Klarinette, Christoph Boner hockt am Klavier und schliesslich vervollständigt Clemens Kuratle den Sound an den Drums.

Marcos Gonzalez gab im Mai 2014 sein Diplomkonzert an der Hochschule Luzern, danach blieb die Band als Ensemble bestehen. Im November 2015 gaben Steve! ihre erste CD «Maschinenbau» heraus und tourten anschliessend durch die Schweiz. Die Band spielte unter anderem in Bern, Luzern und ihrer Heimatstadt Basel. Das Débutalbum kann auf ihrer Homepage vorgehört oder bestellt werden. Für die gleichnamige Single «Maschinenbau» drehten die Jungs ein Musikvideo, in dem man die Band in Aktion sieht. Im Song kommen die verschiedenen Einflüsse und Stilrichtungen gut zur Geltung. Mal chaotisch, mal ruhig, mal witzig – Steve! eben.

Hinweis Schloss Wartegg, Rorschacherberg, Sonntag, 5. März, ab 17 Uhr, www.steveruft.ch