KONZERT: Volles Haus in Häggenschwil

Der Männerchor Häggenschwil konnte sich am Unterhaltungsabend über volle Ränge freuen – keine Selbstverständlichkeit für den Chor, der mit schwindenden Mitgliederzahlen kämpft.

Manuela Bruhin
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Ruedi Büchler begleitete den Chor mit dem Alphorn. (Bild: Manuela Bruhin)

Ruedi Büchler begleitete den Chor mit dem Alphorn. (Bild: Manuela Bruhin)

Freie Plätze waren am Samstag in der Mehrzweckhalle Häggenschwil rar gesät. Die 18 Sänger des Männerchores konnten vor vollen Reihen auftrumpfen. Mit Liedern wie «Die Glocken von Isola Bella» stellten sie am Unterhaltungsabend ihre Stimmkraft unter Beweis. Bei «Swiss Lady» wurde der Männerchor von Ruedi Büchler am Alphorn begleitet. Den «Gabriellas Song» verstärkten die Panflötistinnen Katja und Sonja Breitenmoser stimmungsvoll. Dieser bunte und abwechslungsreiche Mix kam bei den rund 250 Gästen sehr gut an. «Wir hoffen natürlich, dass die Begleitung ein kleines ‹Wow› bei den Besuchern auslöst», sagte Präsident Pieder Flepp im Vorfeld. Es sei grossen Wert auf Abwechslung gelegt worden. Die Instrumente und den Gesang in harmonischen Einklang bringen zu können, sei eine besondere Herausforderung.

Dass der Männerchor in Häggenschwil fast jedes Jahr vor vollen Reihen singen kann, ist für den Vereinspräsidenten nicht selbstverständlich. Der kulturelle Anlass habe jedoch im Dorf, in dem jeder jeden kenne, durchaus seine Bedeutung: «Unser Unterhaltungsabend ist zur Tradition geworden.» Viele Besucher würden ihn Jahr für Jahr besuchen. Es habe aber auch auswärtige Gäste, die sich von der Stimmung mitreissen lassen. Gerade das Theater locke jeweils viele Leute an, sagt Flepp. Im zweiten Teil wartete die Komödie «Jetzt chunnt’s nöd guet!» auf die Zuschauer. Die Wortgefechte, Irrungen und Wirrungen beanspruchten entsprechend die Lachmuskeln der Gäste.

Männerchor auf Mitgliedersuche

18 Sänger standen in diesem Jahr auf der Bühne in der Häggenschwiler Mehrzweckhalle. Eine eher knapp bemessene Anzahl, sagt Pieder Flepp. «Altershalber haben unseren Verein einige Sänger verlassen, und wir verfügen derzeit über eher weniger Mitglieder.» So erhoffe man sich, dass die Anzahl künftig wieder ansteigen wird – mögliche Anwärter seien also herzlich willkommen.

Mit 18 Sängern müsse umso mehr darauf geachtet werden, dass die Lieder und Texte stimmlich gut daherkommen und ein harmonisches Gesamtbild abgeben. Eine Herausforderung, die dem Männerchor Häggenschwil aber auch in diesem Jahr gelungen sein dürfte.

Manuela Bruhin

redaktiongo

@tagblatt.ch