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KONZERT: Musikalisch durch die Weltmeere

Die Musikgesellschaft Tübach-Horn lud am Wochenende zur jährlichen Musikunterhaltung. Sie nahm die Besucher auf eine musikalische Kreuzfahrt mit.
Ramona Riederer
Die Musikanten der Musikgesellschaft Tübach-Horn unterhielten in der Mehrzweckhalle Tübach. (Bild: Ramona Riedener)

Die Musikanten der Musikgesellschaft Tübach-Horn unterhielten in der Mehrzweckhalle Tübach. (Bild: Ramona Riedener)

Das Kreuzfahrtschiff «MS MG Tübach-Horn» war am Samstagabend gerammelt voll, lange bevor der Matrose den Anker ziehen konnte. Das Einchecken der Passagiere, sie irgendwo doch noch unterzubringen, dürfte der Grund dafür gewesen sein, dass das Schiff mit viel Verspätung auslaufen konnte. Dann aber hiess es: «Schiff ahoi!» und das Bord-Orchester mit ihrem Kapitän Armin Bischof verliess mit dem zackigen Marsch «Andulka» den heimatlichen Hafen.

Während die 32 Musikanten mit ihren Gästen auf den Weltmeeren umherschipperten, faszinierende Landschaften entdeckten und fremde Kulturen kennen lernten, versuchten Gudrun und Fritz Zellweger sich vom Ehe- und Scheidungsstress zu erholen. Eine gemeinsame Reise war aber nicht eingeplant für das glücklich geschiedene Ex-Ehepaar. Deshalb kam es zwischen den beiden zu einigen Verwirrungen und Streitigkeiten.

Von der Karibik zur Nordseeküste

So bunt und farbenfroh wie die Stationen der Reise war auch das musikalische Intermezzo der Bord-Band. Von lüpfigen Polkas wie «Schöne Pragerin» oder «Schiffsfeger Polka», über den Beatles Klassiker «Hey Jude» zum Udo Jürgens Evergreen «Mit 66 Jahren». Auf Safari begegneten die Reisenden wilden Tieren. Perfekt, das Erlebnis auch musikalisch in Szene zu setzen: mit «See you later Alligator» und «Baby Elephant Walk». Mit einer Einlage auf originellen Instrumenten zeigte das Rhythmusregister, was es sich im Dschungel Afrikas an Inspirationen geholt hat. Abenteuer erlebten die Passagiere in der Karibik, als Piraten das Traumschiff kaperten.

Doch statt ihren Rumvorrat aufzustocken, erbeuteten sie nur Ramsch und den geliebten Bello von Gudrun Zellweger. Doch ihr geschiedener Mann konnte mit einer List den kleinen Vierbeiner aus den Klauen der Piraten befreien und der überglücklichen Gudrun zurückgeben. Diese erklärte den Retter zu ihrem Helden und die beiden feiern ein Happy End. Bevor die MS Richtung Tübach zurücksteuerte, bewiesen der Kapitän und seine Crew, dass sie auch singen können, begleitet vom Akkordeon-Trio und einem begeisterten Publikum.

Abschied vom Musikantenleben

Dann war es Zeit zum Abschied nehmen. «Frohes Wiedersehn» und «Bis bald auf Wiedersehn» hiess es für das Publikum. Nicht so für Anton Bischoff. Nach 63 Jahren im Verein war es für ihn der letzte Unterhaltungsabend als Musikant. Nicht nur seine Augen glänzten wässrig, als Präsident Josef Popp die zahlreichen Verdienste und Aktivitäten des Posaunisten aufzählte. Gerührt waren auch seine Musikkolleginnen und Kollegen sowie das Publikum, dem er zum grössten Teil bekannt war. «Wenn es dir gesundheitlich gut geht, steht immer die Türe zum Probelokal für dich offen», sagte Popp.

Ramona Riederer

ramona.riederer

@tagblatt.ch

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