Konstanz ist auch Hafenstadt

Konstanz ist nicht nur Einkaufsstadt. Spätestens bei der Anfahrt per Schiff, ohne Einkaufsmeile im Blickfeld, macht der Slogan «Konstanz – die Stadt zum See» Sinn. Zu Konstanz als See-Stadt hat Oberbürgermeister Uli Burchardt eindrückliche Zahlen.

Corina Tobler
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Für die vielen Touristen stehen Infotafeln und Ticketschalter bereit.

Für die vielen Touristen stehen Infotafeln und Ticketschalter bereit.

Konstanz ist nicht nur Einkaufsstadt. Spätestens bei der Anfahrt per Schiff, ohne Einkaufsmeile im Blickfeld, macht der Slogan «Konstanz – die Stadt zum See» Sinn. Zu Konstanz als See-Stadt hat Oberbürgermeister Uli Burchardt eindrückliche Zahlen. «Der Hafen ist die Heimat der <Weissen Flotte> unserer Bodensee-Schiffsbetriebe mit jährlich über zwei Millionen Fahrgästen. Auch die Städte-Schnellverbindung Konstanz–Friedrichshafen dockt hier an. Ihre Katamarane transportieren jährlich rund eine halbe Million Passagiere.»

Alte Bahngebäude saniert

Die Aussagen lassen keinen Zweifel: Der Hafen ist für Konstanz ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Doch das Gelände, das früher der Bahn gehörte, ist auch Freizeit- und Kulturareal. Auf den Stadtgarten im Westen folgen das Konzilgebäude und die Tourist Information, daran schliessen sich die Gastromeile und Kulturangebote des Jungen Theaters, des Sea Life und des Naturmuseums an. Sie finden sich teils in früheren Schuppen und Lagergebäuden der Bahn. «Die Entwicklung zum heutigen Hafen begann im 14. Jahrhundert mit dem Bau des Kauf- und Warenhauses, als Konzilgebäude bekannt. Im 19. Jahrhundert folgte die Aufschüttung des Stadtgartens. Dort liegt die alte Stadtmauer begraben», sagt Burchardt.

Hafen ist Visitenkarte der Stadt

Die Sanierung der alten Bahngebäude ab 1950 steuerte die Stadt mit. «Das Hafengelände gehört der Bodensee-Hafengesellschaft, einer Tochtergesellschaft der Stadtwerke Konstanz. Die Stadt als Gesellschafterin der Stadtwerke kann den Hafen mitgestalten.» Das tat sie, investierte etwa in die Katamaran-Haltestelle und die alte Hafenmeisterei, heute ein Gastrobetrieb. Wieso? «Der Hafen ist eine Visitenkarte unserer Stadt. Er macht ihren Charme genauso aus wie die historische Altstadt mit ihrem pulsierenden Leben.»

Den Konstanzer Hafen prägen die Imperia-Statue, die auf satirische Weise ans Konzil von Konstanz in den Jahren 1414 bis 1418 erinnert, sowie der Leuchtturm aus dem 19. Jahrhundert. (Bilder: Corina Tobler)

Den Konstanzer Hafen prägen die Imperia-Statue, die auf satirische Weise ans Konzil von Konstanz in den Jahren 1414 bis 1418 erinnert, sowie der Leuchtturm aus dem 19. Jahrhundert. (Bilder: Corina Tobler)

Ein Spaziergang durch den Park offenbart diesen Blick aufs Hafengelände.

Ein Spaziergang durch den Park offenbart diesen Blick aufs Hafengelände.

Souvenirläden, alte DB-Gebäude und Restaurants prägen die Promenade.

Souvenirläden, alte DB-Gebäude und Restaurants prägen die Promenade.

Sitzgelegenheiten finden sich zwischen Konzilgebäude (rechts) und Park.

Sitzgelegenheiten finden sich zwischen Konzilgebäude (rechts) und Park.

Uli Burchardt Oberbürgermeister (Bild: pd)

Uli Burchardt Oberbürgermeister (Bild: pd)

Bild: Corina Tobler

Bild: Corina Tobler