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KONFETTI: Die Narren sind bereit

Weniger als zwei Wochen dauert es noch bis zum Schmutzigen Donnerstag. Die Veranstalter der St. Galler Fasnacht setzen wieder auf Bewährtes – und wollen sich bald eines Sorgenkindes annehmen.
Luca Ghiselli
In den Startlöchern: Bruno Bischof, Barbara Holenstein und Andreas Jakob (von links) organisieren die St. Galler Fasnacht. (Bild: Hanspeter Schiess)

In den Startlöchern: Bruno Bischof, Barbara Holenstein und Andreas Jakob (von links) organisieren die St. Galler Fasnacht. (Bild: Hanspeter Schiess)

Luca Ghiselli

luca.ghiselli@tagblatt.ch

Streng geometrische Formen zieren das Plakat für die närrische Zeit. Quadrate, Dreiecke, Kreise und Konfetti. Als das Plakat von Fiona Kopp zum Fasnachtsauftakt am 11.11. enthüllt wurde, gab es zu reden. «Zuerst löste die Gestaltung Diskussionen aus. Und jetzt finden fast alle das Plakat toll», sagt Bruno Bischof, Präsident der St. Galler Fasnachtsgesellschaft.

Das Motiv ziert auch den neuen Pin. Weil es beim Verkauf des Ansteckknopfs in den vergangenen Jahren zunehmend haperte, liess sich die Fasnachtsgesellschaft für dieses Jahr etwas Neues einfallen. Per Knopfdruck blinken nämlich in den Pin eingebaute LED-Lichter. Es ist eine von nur wenigen Änderungen, welche die Veranstalter für die diesjährige Fasnachtszeit eingeführt haben.

Dampf im Kessel und Guggen-Gottesdienst

Beim Programm setzt man auf den bewährten Mix aus Schnitzelbänggen in verschiedenen Beizen, Guggen auf der Gasse und dem Umzug am Fasnachtssonntag. Der Startschuss fällt am frühen Morgen des Schmutzigen Donnerstags am 8. Februar mit dem Agugge. Die Fasnachtsbeiz in der Kellerbühne ist bereits restlos ausverkauft, für «Dampf im Kessel», die Nacht der St. Galler Fasnacht am 9. Februar, sind noch Plätze frei. In der Militärkantine findet am Fasnachtssamstag wieder eine Kinderfasnacht statt, und bei Coiffeur Baettig an der Multergasse können sich die kleinen Fasnächtler wieder schminken lassen. Am Fasnachtssamstag, 17.30 Uhr, können Interessierte an einem Gottesdienst von und für Narren neben Pianoklängen und besinnlichen Worten auch Guggen-Stücken lauschen.

Höhepunkt der närrischen Zeit in St.Gallen dürfte auch dieses Jahr wieder der Föbü-Verschuss werden. Am Samstag ab 20 Uhr wird der 44. Ehrenfödlebürger gekürt. Wer es wird, verraten die Organisatoren bis zur Ehrung traditionellerweise nicht. «Das Rätseln soll auch 2018 weitergehen. Da machen wir keine Ausnahme», sagt Bischof. Auch der Umzug am Fasnachtssonntag ist auf Kurs: 45 Bilder und 1300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind bereits bestätigt. In Bezug auf die jüngste Kontroverse um einen fremdenfeindlichen Wagen an der Aadorfer Fasnacht sagt Bruno Bischof: «Wir werden nach bestem Wissen und Gewissen sicherstellen, dass die Bilder unserer Philosophie und dem Fasnachtsgedanken entsprechen.»

Bald wollen die Organisatoren ein anderes Sorgenkind anpacken: Den Fasnachtssamstag. Denn da herrsche nach dem Föbü-Verschuss jeweils «tote Hose» in der Fasnachtsbeiz im Waaghaus. «Und das ist schade, denn der Verschuss zieht Publikum in Scharen an», sagt Andreas Jakob, Präsident der Vereinigten Guggen St. Gallen. Weil an jenem Abend aber in der Region zahlreiche andere Feste gefeiert würden, sei es immer schwierig gewesen, Guggen in die Stadt zu locken. «Für das Jahr 2019 planen wir deshalb eine Konzeptänderung.» Und zwar wolle man die rund 30 Guggen, die Mitglied im Dachverband seien, zu einem Auftritt verpflichten. «Wir hoffen, dass es das in einigen Jahren dann nicht mehr brauchen wird und die Guggen von alleine nach St. Gallen kommen.» Sie alle hätten nämlich das gleiche Ziel: eine lebendige St.Galler Fasnacht.

«Bröggler Fasnacht» feiert Jubiläum

Nicht nur im Stadtzentrum, auch in den Quartieren ist an der Fasnacht wieder einiges los. Die «Bröggler Fasnacht» feiert 2018 ihr 30-jähriges Bestehen. Der Startschuss dazu fällt am Schmutzigen Donnerstag ab 18 Uhr mit einem «Monsterkonzert» vor der Kirche St. Martin. Am Samstag folgt dann der Kinderumzug und am Abend der Ohrenball in der Turnhalle Engelwies, und am Rosenmontag wird im katholischen Pfarreizentrum gefeiert. Im Adlersaal in St. Georgen und im Kreuzsaal in Winkeln finden am Donnerstagabend Maskenbälle statt, am Fasnachtssamstag ziehen zudem nicht nur in Bruggen, sondern auch in Winkeln, St. Georgen und Halden die Kinder durchs Quartier.

www.fasnachtsg.ch

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