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KOMMENTAR: Ein weiser Entscheid für Mörschwil

Den Freihof zu sanieren statt abzureissen, ist ein Geschenk für das Dorf, schreibt Ressort-Leiterin Corinne Allenspach in ihrem Kommentar.
Corinne Allenspach
Ob der Freihof den Mörschwilern erhalten bleibt, zeigt sich an der Bürgerversammlung im März. (Bild: Urs Jaudas)

Ob der Freihof den Mörschwilern erhalten bleibt, zeigt sich an der Bürgerversammlung im März. (Bild: Urs Jaudas)

Der Zeitpunkt könnte kaum besser gewählt sein. Die Causa Freihof entpuppte sich dieses Jahr als richtige Wundertüte, die nun just zu Weihnachten in der grossen Bescherung mündet. Nach über zehn Jahren Hin und Her scheint eine Lösung in greifbarer Nähe.

Bereits seit September ist klar: Das geplante Siegerprojekt «Moerswil» für einen Freihof-Neubau ist gestorben, ebenso das zweitplatzierte «Girasole». Ebenfalls klar ist nach einem runden Tisch mit der Bevölkerung: Die Fronten sind nach wie vor verhärtet. Die Gegner eines Abbruchs lassen keinen Zweifel daran, dass sie, egal welches Neubauprojekt der Gemeinderat präsentiert, es bekämpfen würden. Ein Dilemma für den Rat. Immerhin hat die Bürgerversammlung in der Vergangenheit bereits zweimal Ja gesagt zu einem Abbruch, und damit Nein zu einer Sanierung.

Nur: Wenn beide Seiten weiterhin auf ihrem Standpunkt beharren, wird die Akte Freihof nie geschlossen. Es gibt also nur eine Lösung: Eine Seite gibt nach. Das braucht Einsicht, Mut und vor allem Grösse. Diese beweist der Gemeinderat nun mit dem Entscheid, sich für eine Sanierung auszusprechen.

«Missachtung des Volkswillens», werden einige sagen, und sie haben nicht unrecht. Aber Demokratie heisst ja auch, Kompromisse einzugehen, wenn es dem Gemeinwohl dient. Und dies tut es definitiv. Der Gemeinderat macht mit seinem weisen Entscheid nicht nur den Abbruchgegnern ein Geschenk, sondern dem ganzen Dorf. Schliesslich löst das nicht enden wollende Seilziehen um den Freihof längst nicht mehr nur bei den Mörschwilern ein ungläubiges Kopfschütteln aus.

Das grösste Geschenk ist aber ein anderes: Mörschwil behält sein stimmiges historisches Ortsbild im Dorfkern.

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