Komitee ist erneut gegen neuen Marktplatz

Das Komitee «Vernünftiger Marktplatz» um Hansueli Stettler spricht sich auch gegen die aktuelle Vorlage zur Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt aus, über die am 8. März abgestimmt wird. Bereits bei der Marktplatz-Abstimmung 2011 wehrte sich das Komitee gegen eine Neugestaltung.

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Das Komitee «Vernünftiger Marktplatz» um Hansueli Stettler spricht sich auch gegen die aktuelle Vorlage zur Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt aus, über die am 8. März abgestimmt wird. Bereits bei der Marktplatz-Abstimmung 2011 wehrte sich das Komitee gegen eine Neugestaltung. Das einzig Neue im Vergleich zur abgelehnten Vorlage sei neben der wegfallenden Markthalle, dass das Parkhaus Schibenertor nicht mehr darin enthalten sei. «Es soll nun auf <privatem Weg> mit 42 Prozent städtischem Aktienanteil zustande kommen – an den Stimmbürgern vorbei», schreibt das Komitee in einer Mitteilung.

Genaue Zahlen fehlen

Nichts Neues sei zudem das «unmotivierte Auseinanderreissen» der ÖV-Haltestelle am Bohl. 2011 sei das mit der Schaffung von Stauraum im Osten begründet worden, heute zusätzlich mit dem Umsteigen. Genaue Zahlen zu Passagieren, die tatsächlich an den Haltestellen zwischen Marktplatz und Hauptbahnhof umsteigen, gebe es aber nicht. Hinzu komme der Verlust der Haltestelle Schibenertor. Eine brauchbare Lösung habe man vor Jahren getestet: Bus und Bahn könnten in der Tramspur halten, die Busspur vor dem «Hecht» für einen breiteren Fussgängerbereich aufgefüllt werden.

Zeit bis 2019

Ebenfalls nicht neu ist gemäss Komitee, dass vom «ständigen Markt» die Rede sei, aber konsequent mit «belebten» Bildern des Wochenmarktes geworben werde. Nicht einmal diese kleine, aber wichtige Unterscheidung brächten die Befürworter der «20-Millionen-Steuergeld-Verbrennung» fertig. Zudem seien hiesige Unternehmer gerne bereit, das WC im Taubenloch für 400 000 Franken, also 20 Prozent der budgetierten Summe – «aufs schönste zu sanieren».

Die Aufhebung der Parkplätze sei beschlossen. Gut sei auch, das Taubenloch als Lokal zu öffnen. Hierfür brauche es aber kein Gesamtpaket, sondern eine separate, bescheidene Sanierungsvorlage. Am besten dann, wenn man wisse, wer es nutzen werde. Zeit für Abklärungen sei vorhanden– bis 2019. (pd/roh)

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