Köniz mit Varela und Koubsky

Heute um 18.30 Uhr bestreitet der FC Rheineck auf der Stapfenwis eines der grössten Spiele seiner Vereinsgeschichte: Im Schweizer Cup gegen Köniz.

Gerhard Huber
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Fünf Jahre beim FC St. Gallen: Der frühere tschechische Nachwuchsnationalspieler Jiri Koubsky ist beim FC Köniz gelandet. (Bild: Archiv/Urs Jaudas)

Fünf Jahre beim FC St. Gallen: Der frühere tschechische Nachwuchsnationalspieler Jiri Koubsky ist beim FC Köniz gelandet. (Bild: Archiv/Urs Jaudas)

RHEINECK. Der FC Rheineck konnte letzte Saison die Ostschweizer Cup-Vorrunde für sich entscheiden, und hat sich damit für die Hauptrunde des Schweizer Cups qualifiziert. Bei der Auslosung hat Rheineck auf ein grosses Kaliber gehofft – ein Verein aus der Super League hätte die Stapfenwis sicher gefüllt.

Eher unbekanntes Team

Aber die Losfee hatte kein glückliches Händchen, und zog den FC Köniz aus Bern. Ein auf den ersten Blick undankbares Los für die Rheinecker. Ein eher unbekanntes Team aus der Promotion League. Aber sportlich wohl zu stark für einen Drittligisten (vier Klassen Unterschied). Kommt hinzu, dass sich Köniz offenbar einer guten Frühform erfreut: Der letztjährige Zweite der Promotion League (13 Punkte hinter Xamax) ist nach zwei Runden schon wieder an zweiter Stelle klassiert, und hat zuletzt die Reserve des FC Zürich auswärts 4:1 besiegt.

Dabei gelang Köniz' Mittelstürmer Altin Osmani, der aus dem Nachwuchs des FC Basel stammt, ein lupenreiner Hattrick. Aus einem starken Kollektiv ragte gemäss Matchbericht Torhüter Kelion Ruiz heraus.

Die Stapfenwis-Kicker werden entsprechend gewarnt sein. Die Ambitionen des FC Köniz mit seinem Trainer Bernhard Pulver gehen in Richtung Aufstieg in die Challenge League. Wofür allerdings noch ein adäquates Stadion fehlt, will man nicht in das überdimensionierte Berner Stade de Suisse ausweichen müssen.

Zwei bekannte Spieler

Seit mehreren Jahren verpflichten die Berner immer wieder ehemalige Super-League-Spieler, so hat bis zu dieser Saison etwas Jean-Michel Tchouga für Köniz gespielt. Im aktuellen Kader figuriert Carlos Varela, der nach erfolgreichen Jahren mit Basel, nach Engagements in Aarau, bei YB, Servette und Xamax sowie in Washington, Sion und Wohlen seine bewegte Karriere in Köniz ausklingen lässt. Dabei ist auch Jiri Koubsky, allen FCSG-Fans noch bestens in Erinnerung. Nach seiner Rückkehr zu Slavia Prag unterschrieb er zunächst in Aarau, und ist jetzt bei den Halbprofis gelandet.

Während Köniz schon einige Pflichtspiele absolviert hat, haben die Rheinecker zwar gut trainiert, aber erst ein (Cup-)Spiel bestritten. Aber jeder Fussballfan weiss: Der Cup hat eigene Gesetze. Und immer wieder kann ein Underdog einem Grossen ein Bein stellen. Vielleicht heute auf der Stapfenwis.