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Königin nicht nur an «Dreikönig»

RORSCHACH. Ob jung oder älter – jeder hoffte gestern, die kleine Plastikfigur im Kuchenstück zu entdecken. Die Krönung rief nicht nur Kindheitserinnerungen wach, sie führte gar zu einer Liebeserklärung und verlängerte die Pause in der Schule.
Leonie Müller
In der Backstube der Bäckerei Beerle in Goldach waren die Lehrlinge Sabrina Laszlo und Nadja Matt Königinnen für einen Tag. (Bilder: Leonie Müller)

In der Backstube der Bäckerei Beerle in Goldach waren die Lehrlinge Sabrina Laszlo und Nadja Matt Königinnen für einen Tag. (Bilder: Leonie Müller)

Bei den Kindern der dritten Klasse des Schulhauses Schönbrunn gab es gestern trotz zwei Dreikönigskuchen nur eine Königin. Alicia war anfangs ziemlich ratlos, was ihren Wunsch anging. Ihre Klassenkameraden versuchten deshalb, sie mit eigenen Wünschen zu unterstützen. Dilena wünschte sich für Alicia, dass ihr Vater sie besucht. Alicias Eltern seien geschieden, erklärt sie. Mehr Anklang fand aber der Wunsch, nie mehr rechnen zu müssen und eine längere Pause für alle. Die Königin schliesslich entschied sich für letzteres.

In der Backstube der Bäckerei Beerle in Goldach wurden gleich zwei Königinnen gekürt. Von Privilegien konnten diese allerdings nur träumen. Sie hatten noch mehr Arbeit als an anderen Tagen. Die beiden Königinnen würden sich aber über eine gute Lehrabschlussprüfung freuen. Bei den Sozialen Diensten der Stadt Rorschach konnte Praktikantin Dominique Schmid das Krönchen aufsetzen. Endlich dürfe sie auch einmal befehlen. Das Dumme sei nur, dass niemand ihre Befehle befolge, sagt sie und lacht.

«Mein Lottogewinn»

Im Haus zum Seeblick in Rorschacherberg wurden bereits am frühen Morgen zwei Hausbewohner zur Königin und zum König gekrönt. Paula Sporrädli und Alfons Riederer durften sich über die goldene Krone freuen. Die Königin für einen Tag sitzt am Tisch mit ihrem Mann Max. Die beiden sind seit 50 Jahren verheiratet und für ihn ist auch ohne Krone klar: sie ist seine Königin. «Sie ist mein Sechser im Lotto mit Zusatzzahl», sagt er und schmunzelt. Die Königin selbst wünscht sich gute Gesundheit und viel Schnee.

Der 96jährige König, einen Tisch hinter den Sporrädlis, hat keinen besonderen Wunsch: «In meinem Alter macht man keine grossen Sprünge mehr.»

Keine Schokolade

Einer weiteren Hausbewohnerin wird der Titel der Königin wohl für immer verwehrt bleiben. Seit Marianne Stehle sich als Kind am König einen Zahn ausbiss, hat sie diese Tradition aufgegeben. «Es lebe das Brot», sagt sie.

Aber der Dreikönigstag habe damals auch seine Vorteile gehabt: «Es gab immer ein kleines Geschenk, aber nie Schokolade», erinnert sie sich. Mittlerweile freue sie sich als Diabetikerin darüber, dass sie deshalb Schokolade nicht möge.

Sabrina Laszlo, Bäckerei Beerle.

Sabrina Laszlo, Bäckerei Beerle.

Alicia, Schulhaus Schönbrunn

Alicia, Schulhaus Schönbrunn

Domenique Schmid, Soziale Dienste

Domenique Schmid, Soziale Dienste

Königin für immer: Paula Sporrädli.

Königin für immer: Paula Sporrädli.

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