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KOCHSHOW: Pasta für die Mamma

Für die Sendung «SRF bi de Lüt – Männerküche» bereitet Fabiano de Gani seiner Mutter einen Gaumenschmaus zu. Das Schweizer Fernsehen hat im März in Rorschach gedreht.
Simon Roth
Die SRF-Redaktorin rekapituliert im Interview mit Fabiano de Gani die Drehwoche.

Die SRF-Redaktorin rekapituliert im Interview mit Fabiano de Gani die Drehwoche.

Simon Roth

simon.roth@tagblatt.ch

Er hat alle Zelte abgebrochen. Den Job als Leiter einer Bankfi­liale an den Nagel gehängt. Die Wohnung aufgelöst und das Auto verkauft. Bald geht Fabiano De Gani auf Reisen. Den 27-Jährigen hält scheinbar nichts mehr in der Schweiz. Nur der Dreh für die SRF-Sendung «Männerküche» muss noch in den Kasten. In der Sendung kochen fünf Männer um die Wette. Wer gewinnen will, muss eine knallharte Jury, bestehend aus den Müttern der Konkurrenten, von den eigenen Kochkünsten überzeugen.

Je eine Woche dauern die Dreharbeiten pro Kandidat. Fabiano De Gani ist als zweiter dran. Er ist der jüngste in der Runde. Regelmässig hat er über die Online-Plattform Margrit Fremde bei sich zu Hause bekocht. So ist auch das Schweizer Fernsehen auf ihn aufmerksam geworden. Der Zeitplan ist dicht: Kocht er am Sonntag noch bei seiner Mutter in Rorschach Lasagne, begleitet ihn am Dienstag schon ein Kamerateam bei seinem letzten Arbeitstag. Am Abend verabschiedet er sich mit einem Fest von seinen Freunden. Am Mittwoch kocht er für Gäste, die sich über das Netzwerk Margrit zum Mittagessen angemeldet haben. Dann, am Donnerstag wird er beim Joggen, seiner grossen Leidenschaft, gefilmt. «Bei der Sendung dreht sich nicht alles ums Kochen. Wir wollen auch verschiedene Facetten der Kandidaten zeigen», sagt Michèle Ehrensperger, SRF-Redaktorin.

Einkaufen in der Rorschacher Innenstadt

Gegen Ende der Woche gilt es ernst. Am Freitag dreht das Team in Rorschach, dem Wohnort von De Ganis Mutter. Bei ihr zu Hause bekocht er sie und die Mütter seiner Konkurrenz. Zuerst müssen die Zutaten für das vielversprechende Menu her: Rahm­spinat mit Tortelloni al Tuorlo, Rindsfederstück, Rotweinreduktion, dazu Fondant-Kartoffeln, Vanillerüebli und Kabisgemüse und danach glasierte warme Birne mit Fior di Latte, 5-Korn-Streusel und karamellisierten Nüssen. Für den Einkauf geht’s in die Rorschacher Innenstadt. Auf dem Weg dorthin wird De Gani gefilmt. Mit Schwung und einer Einkaufstasche in der Hand lenkt er in die Signalstrasse ein. Kaum ist er an der Kamera vorbei gelaufen, bemerkt er selber, dass es noch eine Szene braucht. «Fabiano weiss mittlerweile, wie Fernsehen geht», sagt Ehrensperger. «Nach einer Woche hat man sich als Team eingespielt», bestätigt dieser. Grundsätzlich werde jedoch darauf geachtet, so wenige Schnitte wie nötig zu machen. So wirke die Sendung authentischer. In der «Chäslaube Kündig» findet De Gani fast alles, was er für sein Menu braucht. An der Theke wird er beraten und darf vom Käse degustieren. Eine ältere Dame, die nicht gefilmt werden will, wartet derweil vor dem Laden. Andere zieren sich weniger und kaufen munter ein. Auch wenn das Fernsehen da ist, geht der Betrieb normal weiter. De Gani ist vor und hinter der Kamera kein Unterschied anzumerken. «Mit der Zeit wird das Drehen normal», sagt er lässig.

Schneeleopard als Sinnbild des Lebenswandels

Zu Hause steht De Gani mit einem Handtuch über der Schulter in der Küche und bereitet die Füllung für den Samstag vor. Dann ist nämlich Stichtag und alles muss schnell gehen. Den Pecorino Romano reibt er sorgfältig in eine Schüssel. Dabei bleibt Zeit, um mehr über den jungen Mann zu erfahren. «Sicherlich ist mir die Kündigung nicht leichtgefallen», sagt er im Hinblick auf seine Zukunft. Nach seiner Reise möchte er nicht mehr als Banker arbeiten. Diese führt ihn zuerst nach Bali und später nach Südamerika. «Ich möchte möglichst vielen Köchen über die Schultern schauen», sagt er. Für seine berufliche Neuorientierung sucht er eine Tätigkeit, die viel Spielraum für Kreativität bietet. Auch die Schneeleoparden, die er sich an beiden Unterarmen tätowieren lassen hat, zeugen von der bevorstehenden Reise. «Sie sind das Sinnbild meines Lebenswandels.» Für die Tattoos sei er extra für einen Wochenendtrip nach Berlin gereist, weil ihn ein Tätowierer speziell interessiert hat.

Unterdessen ist die Füllung fertig und kommt zur Aufbewahrung in den Kühlschrank. Der Drehtag ist noch lange nicht fertig. Im Interview steht De Gani Rede und Antwort. Die Redaktorin rekapituliert die ganze Woche nochmals und lässt dabei auch intimere Fragen, wie etwa zum Beziehungsstatus, nicht aus.

Hinweis

Ausstrahlungstermin: «SRF bi de

Lüt – Männerküche», Fr. 21. April, 20 Uhr, SRF 1.

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