KOCHSHOW: Parkverbot für Männerküche

In Rorschach sind für das Schweizer Fernsehen Parkplätze reserviert. «SRF bi de Lüt» dreht dieses Wochenende für eine Sendung, in der Männer ihre Mütter bekochen.

Simon Roth
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Zwei Schilder an der Rorschacher Bäumlistorkelstrasse weisen auf den Besuch des SRF hin. (Bild: Simon Roth)

Zwei Schilder an der Rorschacher Bäumlistorkelstrasse weisen auf den Besuch des SRF hin. (Bild: Simon Roth)

Simon Roth

simon.roth@tagblatt.ch

Zwei Verbotstafeln halten Wache an der Bäumlistorkelstrasse in Rorschach. Stumm harren sie im Regen aus und vermelden Besuch. «Samstag 4.3.2017 ab 07.00 reserviert für SRF bi dä Lüt», steht auf dem Schild, das sie vor sich halten.

Dieses Wochenende dreht das Schweizer Fernsehen für die fünfte Staffel der Sendung «Männerküche», lässt sich von der Medienstelle des SRF in Erfahrung bringen. Im Mittelpunkt der Sendung stehen fünf ambitionierte Hobbyköche, die ihre Mütter bekochen. Diese wirken gleichzeitig als Jurorinnen und bewerten die Kochkünste der jeweils anderen Söhne.

Gericht bleibt noch geheim

Der Grund für den Ortstermin in Rorschach ist beim Koch zu finden, der als zweiter der fünf Männer in die Kochschürze steigt. In Rorschach wohnt dessen Mutter, die es mit einem Drei-Gang-Menu zu bekochen gilt. Der 27-jährige Filialleiter einer Bank selbst wohnt in Chur. «Viele Männer lernen von ihren Müttern kochen», erklärt Mario Knöpfler, Produzent der Sendung, das Konzept. Nun gelte es zu beweisen, was von diesem Wissen übrig geblieben sei. Die Männer könnten drei Menuvorschläge an die Redaktion richten, diese entscheide anschliessend, welches Gericht die Kandidaten zubereiten. Dabei werde auf saisonale sowie regionale Küche Wert gelegt.

Was der junge Banker diesen Samstag kochen wird, verrät der Produzent noch nicht. Bei den Dreharbeiten werde der Koch unter anderem beim Einkaufen begleitet. Es sei ein Besuch bei einem Fachgeschäft in der Stadt geplant, lässt sich dem Produzenten entlocken. Die Kandidaten stellen sich einer echten Herausforderung: «Sie müssen alles selber machen», sagt Knöpfler. Rüsten, kochen, auf- und abtischen – all dies liegt in ihrer alleinigen Verantwortung.

Ostschweizer Männer sind gute Köche

In der Fünferrunde befindet sich ein weiterer Ostschweizer. Als dritter steigt ein Arboner in die Hosen. Bei der Auswahl der Kandidaten habe die Redaktion vor allem auf die Eignung und Fä­higkeiten geachtet. Regionale ­Aspekte wie bei der Sendung «Landfrauenküche» seien dabei sekundär. «Für diese Staffel haben uns viele Bewerbungen aus der Ostschweiz erreicht», sagt Knöpfler.

Neben den Kochszenen würden auch Aufnahmen von der Stadt Rorschach gezeigt. Auch die Gemeinde Tübach wollte sich vor zwei Jahren auf der grossen Fernsehbühne präsentieren. Michael Götte meldete sein Dorf für ein Projekt bei «SRF bi de Lüt» an und kam in die engere Auswahl. Dem Vorhaben geriet jedoch das Wetter in die Quere: Zu hohes Nebelrisiko. Schliesslich drehte das Schweizer Fernsehen im ausserrhodischen Schwellbrunn. Für den Beitrag wurde der Dreh-Crew der Ostschweizer Medienpreis verliehen.

Hinweis

Ausstrahlungstermin: «SRF bi de Lüt – Männerküche», Fr. 21. April, 20 Uhr.