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KLOSTERMARKT IN GOSSAU: Köstlichkeiten aus dem Kloster

Bereits zum 13. Mal haben am Samstag am Klostermarkt in Gossau verschiedene Gemeinschaften ihre Produkte angeboten. Für Salben, Liköre und Birnbrote standen die Besucher schon vormittags an.
Nina Rudnicki
Eine Schwester aus dem Kloster Jakobsbad verkauft Liköre am Gossauer Klostermarkt. (Bild: Michel Canonica)

Eine Schwester aus dem Kloster Jakobsbad verkauft Liköre am Gossauer Klostermarkt. (Bild: Michel Canonica)

Nina Rudnicki

redaktiongo@tagblatt.ch

Schon von weitem ist erkennbar, dass der Klostermarkt Gossau ein ziemlicher Renner sein muss. Es ist Samstagvormittag, 10 Uhr. Vor der Markthalle ist ein Festzelt aufgebaut und der Wind trägt den Geruch von Gegrilltem über die Bundwiese. Ein Mitarbeiter schleppt Harasse. Die ersten Marktbesucher verlassen bereits mit gefüllten Taschen den Klostermarkt. Wer sich in der Markthalle die Produkte an den Ständen anschauen will, muss sich in Warteschlangen einreihen.

Süsser Hausschnaps und Wundermittel

Auch vor dem Likörstand des Kapuzinerinnenklosters Jakobsbad hat sich eine Schlange gebildet. Eine Kundin schnappt sich gerade die letzte Flasche Eierlikör vom Tisch, während zwei andere Frauen vom Hausschnaps Angelika schwärmen. Er besteht aus Engelwurz, Bergamotte, Anis, Alkohol und Zuckersirup. «Mir ist er zu süss. Aber die Schlaftabletten wirken Wunder. Da nehme ich jeweils eine, lege mich ins Nest und bin weg», sagt ein älterer Mann und geht weiter zu jener Schwester, die bei den zahlreichen Tuben und Dosen steht. Sie verkauft Kräuterduschen und Lippenbalsam und erklärt einer Gruppe gerade die Wirkung der hauseigenen Zugsalbe.

Schwester Chiara kommt hinzu und antwortet auf die Frage, welche Produkte sich denn am besten verkaufen: «Naja, wir nehmen seit Jahren nur noch mit, was läuft.» Dann erzählt sie, dass viele Personen Stammkunden seien, die extra wegen eines bestimmten Produktes an den Markt kommen. Auch vor dem Stand des Klosters Wonnenstein scheinen viele Besucher die Produkte bereits zu kennen. Am besten verkaufen sich Wund- und Brandsalben für offene Stellen, Babypos und Ekzeme, der Gelenkbalsam sowie die eisenhaltige Kraftessenz. «Viele Marktbesucher kaufen seit Jahrzehnten bei uns ein», sagt Barbara Winiger. Dann wird sie auch schon wieder in ein Verkaufsgespräch verwickelt. Ein Blick durch die Halle zeigt, dass das durchschnittliche Alter der Marktbesucher über 50 liegt. Hinzu kommen ein paar Familien mit Kindern sowie wenige jüngere Paare.

«Der Klostermarkt passt zu Gossau»

Den Klostermarkt in Gossau gibt es seit 13 Jahren. «Die Idee dazu hatte der damalige Marktchef», erzählt Patrik Strässle, Zuständiger der Stadt Gossau. Der Marktchef sei während einer Reise im Ausland auf einen Klostermarkt gestossen und fand, dass ein solcher auch gut nach Gossau passen würde. «Er hatte Recht», sagt Strässle. Den Klostermarkt würden im Schnitt mindestens 500 Personen besuchen, schätzt er. Der Markt sei wegen seiner Vielfältigkeit beliebt. Vor zwei Jahren sind zu den Ständen der zehn klösterlichen Gemeinschaften jene der Gossauer Bierbrauereien sowie ein Stand eines landwirtschaftlichen Betriebs hinzugekommen.

Mittlerweile hat das Gedränge in der Markthalle noch zugenommen. Gefragt sind vor allem jene Stände, an denen degustiert wird. Am Stand des Klosters Disentis ist das Birnbrot besonders gefragt. «Es ist bereits ausverkauft, und das nach nur zwei Stunden», sagt ein Mitarbeiter. «Wenn Sie sich also stärken wollen, dann rate ich Ihnen, sich ins Festzelt zu setzen.»

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