Klinik mit neuem Therapiehaus

Die Paracelsus-Klinik hat vor wenigen Tagen in der Lustmühle ihr neues Therapiehaus offiziell eröffnet. In Betrieb ist es bereits seit Mitte Juli. Platznot gehört nun der Vergangenheit an.

Roger Fuchs
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Chefarzt Thomas Rau (links), Architektin Vreny Gross-Rindlisbacher und Klinik-CEO Wolfgang Haas. (Bild: Roger Fuchs)

Chefarzt Thomas Rau (links), Architektin Vreny Gross-Rindlisbacher und Klinik-CEO Wolfgang Haas. (Bild: Roger Fuchs)

TEUFEN. 15 Monate lang wurde gebaut, sieben Millionen Franken wurden investiert. Entstanden ist ein sechsgeschossiger Neubau für die Paracelsus-Klinik in der Lustmühle. «Im neuen Haus können wir nun die Therapiebereiche und die Administration zusammenführen», freut sich Wolfgang Haas, CEO der Klinik. Auch fürs Personal habe es endlich genügend Platz. Bei einem Rundgang geht's vorbei an einem Personalraum mit 70 Plätzen. Mehrere Mikrowellengeräte, Backöfen und weitere Kochutensilien stehen den Mitarbeitern zur Verfügung.

Weiter expandieren

Der eigentliche Grund für den Neubau sind aber die steigenden Patientenzahlen. «Wir sind aus fast allen Nähten geplatzt», sagt Chefarzt Thomas Rau. Man sei noch nicht am Ziel, sondern will weiter expandieren. Als Zielgrösse gibt er an, die heutige Zahl der Patienten – 250 bis 350 pro Tag – nochmals um einen Drittel bis um die Hälfte steigern zu können. Rund 80 Prozent der Patienten kommen aus der Schweiz, der Rest aus der EU, den USA oder Kanada. Rasant steigend sei die Zahl der Patienten aus dem Fernen Osten.

Das neue Therapiehaus ist durch einen Verbindungsgang mit dem Haupthaus, in dem weiterhin Empfang und Anmeldung sind, verbunden. Wie die St. Galler Architektin Vreny Gross-Rindlisbacher ausführt, entwickelt sich das Gebäude abgestuft nach unten zur Battenhusstrasse. Die Gebäudehülle aus Backstein ist ein Beleg dafür, dass beim Bau auf natürliche Materialien gesetzt wurde. Geheizt und gekühlt wird mittels Erdsonden. Rund um das Gebäude wurden Heilpflanzen gesetzt.

Gemeindepräsident hat Freude

Erfreut über die Investition und die damit verbundene Sicherung der Arbeitsplätze zeigt sich Teufens Gemeindepräsident Walter Grob. Er weist auch auf die volkswirtschaftliche Bedeutung der Klinik hin: Tausende von Patienten und Angehörige würden jährlich in umliegenden Hotels übernachten.