Klassenzimmer der Zukunft öffnet Tür

In Goldach haben Kreide und Tafel ausgedient. Schüler wie Lehrer arbeiten neu mit der interaktiven Wandtafel, dem Smart-Board. Interessierte können sich am Samstag selbst ein Bild davon machen und sich die Boards vorführen lassen.

Kathrin Reimann
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Neue Möglichkeiten mit neuen Medien: Smart-Board in Goldach. (Bild: pd)

Neue Möglichkeiten mit neuen Medien: Smart-Board in Goldach. (Bild: pd)

GOLDACH. In allen Goldacher Schulzimmern hängt seit diesem Sommer ein Smart-Board. «Weit über eine halbe Million ist investiert worden», sagt Schulratspräsident Andreas Gehrig. Ohne Bürgerinnen und Bürger wäre dies nicht möglich gewesen. «Mit der offenen Tür und der Vorführung der Smart-Boards wollen wir informieren und uns bedanken.»

Stark veränderter Unterricht

Die ersten Schulhäuser in Goldach haben die Boards vor drei Jahren erhalten. Im Sommer wurden mit den Schulhäusern Wartegg, Rosenacker sowie Kirchenfeld auch noch die letzten Schulen mit multimedialen Wandtafeln ausgestattet. «Unsere Schüler sind begeistert, und auch die Lehrpersonen haben sich auf die Tafeln eingelassen.» Der Unterricht habe sich durch die neue Technologie stark verändert; Arbeitsblätter könnten nun direkt auf die Wand projiziert und gespeichert werden, Videosequenzen können eingespielt werden, die Tafeln ermöglichen Zugriff ins Internet oder in Landkartenarchive, und die Oberfläche kann mit einem Stift oder der Hand bedient werden. Ausserdem seien neue Medien generell ein Thema und die Smart-Boards ein verbreiteter Trend, auf den auch die Pädagogische Hochschule St. Gallen setze, so Gehrig. Rein theoretisch haben die Boards eine Lebensdauer von fünf bis zehn Jahren. «Ich rechne aber damit, dass wir sie mindestens zehn Jahre nutzen können.» Der einzige Nachteil der Boards: Bei Sonnenschein müssen die Storen geschlossen sein.

Fragen und Ausprobieren

Damit sich Eltern, Grosseltern und alle Interessierten ein Bild von den zukunftweisenden Klassenzimmern machen können, wird morgen Samstag je eines in der Oberstufe, im Schulhaus Wartegg und im Rosenacker von 10 Uhr bis 14 Uhr geöffnet. Jeweils fünfmal, immer zur vollen Stunde, zeigt eine 30minütige Präsentation Möglichkeiten der Boards auf. Danach bleibt Zeit für Fragen und Ausprobieren. Die Hauswirtschafterinnen bereiten ausserdem einen Apéro vor den Klassenzimmern vor. «Dadurch wollen wir eine Begegnungszone schaffen, wo Schulthemen mit Lehrern besprochen werden können.»

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