KLASSENUNTERSCHIED: Der Coup bleibt aus

Der SV Fides ist im 1/16-Final des Cups gegen das NLA-Team Kriens-Luzern chancenlos. Er verliert mit 18:31.

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Im Spiel der 1.-Liga-Mannschaft gegen den Vertreter aus der NLA entsprach am Ende alles der Papierform. Die St. Galler starteten sehr nervös in die Partie. Die ersten vier Angriffe endeten mit unerzwungenen Fehlern. So führten die Innerschweizer schnell mit 3:0. Erst als Fides mit einem Mann mehr und kurz darauf sogar in doppelter Überzahl agieren konnte, traf es zum ersten Mal. Daniel Berger als Doppeltorschütze und Simon Bamert waren für den Ausgleich des Unterklassigen verantwortlich.

In der Folge vermochten die St. Galler das Spiel ausgeglichen zu gestalten. «Wir haben die Vorgaben der Trainer gut umgesetzt, haben kompakt und diszipliniert verteidigt», sagte Berger. Im Angriff nutzten die Ostschweizer die wenigen Chancen, die sie hatten. Kriens-Luzern seinerseits konnte in dieser Phase nicht zeigen, dass es zwei Ligen höher spielt. Fides gelang es, bis zum 9:9 in der 23. Minute mitzuhalten, ehe die Gäste zum Ende der ersten Halbzeit einen Gang höher schalteten. Sie verteidigten konsequenter und erzielten vier Tore in Serie. Fides schaffte es jedoch, sich mit dem ansprechenden Resultat von 10:13 in die Pause zu retten.

Baisse nach dem Seitenwechsel

Der siebenfache und damit beste St. Galler Torschütze Berger bilanzierte: «Die zehn Minuten nach der Pause waren katastrophal.» In der Tat resultierte aus dieser Periode ein Torverhältnis von 1:9, und so lag der SV Fides nach 40 Minuten 11:22 im Hintertreffen. Die Luzerner spielten jetzt mit mehr Druck und münzten die Fehler von Fides konsequent in Tore um. «Wir hatten diverse schwache Würfe in dieser Phase des Spiels», sagte Trainer Erwin Ganz und ergänzte: «Nach einer taktisch starken Leistung in den ersten 30 Minuten war das der Knackpunkt.»

In der Folge fingen sich die St. Galler nochmals. Kriens-Luzern blieb aber abgeklärt und siegte schlussendlich ohne grössere Probleme. Trotz der Niederlage nimmt Fides-Trainer Ganz viel Positives für die im September startende Meisterschaft mit: «Einerseits zeigte die erste Halbzeit, dass wir diszipliniert spielen können und das Team die Vorgaben gut umsetzt, andererseits war es erfreulich, dass auch junge Spieler gegen einen NLA-Vertreter zu Einsatzzeit kamen.» Auch Berger sah viel Gutes: «Wir haben gesehen, dass, wenn wir alle miteinander am gleichen Strick ziehen, wir viel bewegen können. Das müssen wir in die Meisterschaft mitnehmen.» (sb)