«Klares Nein» der Stadt-SP zur Südspange

Vier Varianten zur Entlastung der A1 werden vom Bund derzeit geprüft. Gemäss Aussagen der Stadtbehörden würde von den vier Vorschlägen nur die Südspange die angespannte Verkehrssituation zwischen Stahl und Hauptbahnhof lösen (Tagblatt vom 9.4.2011).

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Vier Varianten zur Entlastung der A1 werden vom Bund derzeit geprüft. Gemäss Aussagen der Stadtbehörden würde von den vier Vorschlägen nur die Südspange die angespannte Verkehrssituation zwischen Stahl und Hauptbahnhof lösen (Tagblatt vom 9.4.2011). Die SP-Stadtpartei reagiert nun mit einer Medienmitteilung auf die Aussage. Die Partei lehne das «überrissene Projekt mit Autobahnausfahrten mitten in die Quartiere hinein» klar ab, heisst es darin. Vielmehr solle man auf den ebenfalls angedachten Tunnel für den öffentlichen Verkehr setzen, welcher die Kreuzbleiche mit dem Bahnhof verbinden würde. Nur er bringe die Stadt dem Ziel näher, dereinst das Tram wieder einzuführen.

Projekte nicht aus gleicher Kasse

Die SP kritisiert zudem, dass die beiden Projekte als finanziell voneinander abhängig bezeichnet würden. Gemäss Aussage des Tiefbauamts koste ein ÖV-Tunnel etwa 200 Millionen Franken, die Südspange werde vom Bundesamt für Strassen hingegen mit 1,5 Milliarden Franken veranschlagt. «Während die Südspange aus einem Fonds zur Engpassbeseitigung auf dem Nationalstrassennetz mitfinanziert würde, käme das Geld für einen ÖV-Tunnel aus dem nationalen Agglomerationsprogramm.»

«In 20 Jahren gleich weit»

Die SP der Stadt St. Gallen sei darum der Ansicht, dass «die Stadt und der Kanton zahlbare und vom Volk gewünschte Lösungen» verfolgen soll. «In 20 Jahren wären wir genau wieder vor der nächsten Umfahrungsutopie.» Das Geld müsse deshalb nachhaltig für Verbesserungen im Bereich öV und Langsamverkehr eingesetzt werden. Anstatt «Individualverkehr mit teuren Umfahrungen zu fördern», müssten Stadt und Kanton auf Projekte ohne teure Südspange setzen. (pd/rst)