Klanghaus soll bis 2020 stehen

WILDHAUS. Ab morgen liegt der Gestaltungsplan für das Klanghaus Toggenburg öffentlich auf. Erste private Geldgeber für das Projekt sind bereits gefunden.

Adrian Vögele
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Es ist ein langer Weg bis zur Verwirklichung des Klanghauses Toggenburg: Vor zwei Jahren präsentierte der Kanton das Vorprojekt für das unkonventionelle Kulturgebäude, das am Schwendisee in Wildhaus-Alt St. Johann gebaut werden soll. Inzwischen ist ein weiterer Zwischenschritt erreicht: Ab morgen liegen in der Gemeinde der Gestaltungsplan, der Teilzonenplan, der Teilstrassenplan und die Anpassung der Schutzverordnung für das Naturschutzgebiet vor Ort öffentlich auf.

«Diese Vorarbeiten sind Voraussetzung dafür, dass wir das konkrete Bauprojekt in Angriff nehmen können», sagte Martin Klöti, Vorsteher des Departementes des Innern, gestern vor den Medien. Nach der Planauflage, die 30 Tage dauert, wird die Bauvorlage fertig ausgearbeitet. «Sie soll im kommenden Jahr im Kantonsrat beraten werden», sagte Bauchef Willi Haag. Die Volksabstimmung ist für 2016 vorgesehen, der Baustart für 2018. Mit der Eröffnung des Klanghauses rechnen Klöti und Haag «bis 2020».

Fünf Millionen von Dritten

Das Bauprojekt wird gemäss aktueller Planung etwa 25 Millionen Franken kosten. Der Kanton wird den Hauptteil davon tragen, zählt aber auch auf private Geldgeber. «Wir sind zuversichtlich, dass fünf Millionen Franken von Dritten übernommen werden», sagte Klöti. Erste Zusagen von Spendern lägen bereits vor – zur Summe geben die Regierungsräte jedoch vorerst keine Auskunft. «Viele potenzielle Unterstützer wollen zuerst die Bauvorlage sehen, bevor sie über eine Zusage entscheiden», so Klöti.

Ein begehbares Instrument

Das Klanghaus soll die Themen Klang, Natur und Bau harmonisch verbinden: Das war eine der Vorgaben des Kantons für das Projekt. Der Entwurf des Zürcher Architekturbüros Meili, Peter sieht ein zweistöckiges Holzgebäude mit «Y»-artigem Grundriss vor. Dank Parabolwänden und Resonanzkammern soll das Haus wie ein grosses, begehbares Musikinstrument funktionieren und dereinst als Werkstatt für Klangprojekte aller Art zur Verfügung stehen.

Zum Konzept gehört, dass es beim Klanghaus keine Parkplätze gibt. Gruppen sollen bei Bedarf mit einem Busdienst dorthin gebracht werden, je nach Bedarf ist auch ein Busbetrieb mit Fahrplan denkbar.