Kläranlage Morgental wird zum Energieproduzenten

STEINACH. «Es ist eine Freude, wie gut die Anlage läuft, wir sind weiter auf Erfolgskurs», sagte Arbons Stadtpräsident Andreas Balg; er steht dem Abwasserverband Morgental (AVM) vor.

Hedy Züger
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Roland Boller Geschäftsführer ARA Morgental (Bild: hz)

Roland Boller Geschäftsführer ARA Morgental (Bild: hz)

STEINACH. «Es ist eine Freude, wie gut die Anlage läuft, wir sind weiter auf Erfolgskurs», sagte Arbons Stadtpräsident Andreas Balg; er steht dem Abwasserverband Morgental (AVM) vor. Ab Juni werde das Blockheizkraftwerk Strom produzieren, kündigte Geschäftsführer Roland Boller gegenüber den Delegierten der Verbandsgemeinden an. Die Verrechnung an die acht Verbandsgemeinden erfolgt für die Kosten der Kläranlage und der Aussenanlagen getrennt.

Neuer Vertrag

Zur Öffentlichkeitsarbeit erklärte Boller, dass die Anlage 2014 von 39 Gruppen besucht wurde. Auch Pflanzen und Kleintiere fühlen sich auf dem Gelände wohl. Der Jahresbericht listet Mäusebussarde, Froschlaich und Buchsbaumzünsler auf. Der AVM arbeitet mit dem Abwasserverband Altenrhein bei der Aufbereitung des Klärschlamms zusammen. Dieser wurde bis 2008 auf den Feldern ausgetragen. Verboten ist dies wegen Schwermetallen, Hygiene und Bakterien. Christoph Egli, Geschäftsführer von Altenrhein, informierte über die Prozesse für Klärschlamm. Arbon und Altenrhein erstellten einen neuen Vertrag; er regelt Kooperation und Kostenverteiler. Die Klärschlammbehandlung wird durch Vereinfachungen noch günstiger. Das Endprodukt, ein Granulat, nimmt Holcim ab.

Lebenswichtiger Phosphor

«Derzeit suchen wir nach Wegen für die Rückgewinnung von Phosphor», sagte Egli. Phosphor steht in der Bedeutung mit Wasser und Energie auf gleicher Ebene; er sei für Mensch, Tier und Pflanze überlebenswichtig. Nur wenige Länder bieten ihn auf dem Weltmarkt an. Phosphor soll nicht mehr vergeudet werden.

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