Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

KIRCHENMUSIK: In Horn ist endlich Sonntag

Rund um die Festtage ist in der katholischen Kirche Horn besonders viel los. Die Kirche darf auf Unterstützung zählen: Die Jugendband Finally Sunday wirkt bei Gottesdiensten mit. Auch unter dem Jahr.
Ramona Riedener

Ramona Riedener

redaktionot@tagblatt.ch

Horn, Sonntagmorgen, ein grauer, düsterer Tag. Kein Mensch weit und breit. Die Welt scheint noch zu schlafen. Wie fehl am Platz wirkt die schmucke, schöne Kirche mitten in ihrer kargen Umgebung. So ist das Betreten des Gotteshauses fast wie eine Zuflucht. Umhüllt von goldenem Licht glitzert der Christbaum und die Krippe liegt im warmen Schein.

Es ist der letzte Tag dieser Weihnachtszeit. Vom Hochaltar ertönt Musik und Gesang, was noch zusätzlich für ein ganz besonderes Ambiente sorgt. Noch ist die Kirche leer. Die fünf Bandmitglieder von «Finally Sunday» und ihre Leiterin sind noch am Proben, die letzten Takte, bevor sich die Kirchgemeinde zum sonntäglichen Gottesdienst versammelt.

Mitschüler werden getauft

Dann aber wird es lebhaft, bis neben den erwachsenen Kirchgängern auch die Kinder der dritten Primarschulklasse ihren Platz gefunden haben. Die angehenden Erstkommunikanten haben eine ganz besondere Aufgabe übernommen: Sie dürfen ihren Mitschüler Levin Läuchli und seine Schwester Lina durch die Taufe begleiten und mit Worten und den vier Symbolen ihr eigenes Taufversprechen formulieren. Andächtig still wird es im gut besuchten Gotteshaus, als «Finally Sunday» mit einem modernen Lied den Dreikönigs-Festgottesdienst eröffnet. Die klangvollen Stimmen des Sängerduos Sara Bucher und Marcelo Jorge harmonieren mit der musikalischen Begleitung von Debora Bucher am Keyboard, Gilberto Turro am E-Bass und John Lennon am Schlagzeug. Ihr Repertoire besteht aus modernen Liedern mit englischen und deutschen, christlich geprägten Texten. Sie sind sehr abwechslungsreich und fröhlich, aber auch besinnlich mit Musik, die zu Herzen geht und sowohl die jungen wie auch die älteren Kirchbesucher anspricht.

Musizieren aus Leidenschaft

Im Hause der Familie Bucher wird musiziert, früher und heute noch. Susanne Bucher machte mit allem Musik, was ihr so in die Hände kam. So ist es nicht erstaunlich, dass ihre beiden Töchter vor rund neun Jahren Lust hatten, musikalisch etwas zu machen. «So entstand ohne grosses Vorwissen die Kinderband. Ich habe gerade mal den Kurs ‹Wie leitet man eine Band?› besucht, dann ging es los mit der Kinderband, damals noch ohne Namen», erinnert sich die Bandleiterin und Koordinatorin. Ihre beiden Töchter, die inzwischen 18-jährige Debora und 17-jährige Sara, ergänzen: «Ja, alles war ganz einfach, wir spielten kaum zwei Jahre ein Instrument.» Zu den Gründungsmitgliedern gehört auch Gilberto Turro, der neben seiner Gitarre für alles Technische zuständig ist. Ein Gewinn für die Kinderband ohne Namen war auch Marcelo Jorge, der kurze Zeit später dazu kam. Nichts an seinem Dialekt verrät, dass der 17-jährige portugiesische und brasilianische Doppelbürger erst vor zehn Jahren in die Schweiz gekommen ist. Am Schlagzeug wechseln sich heute der Engländer mit dem berühmten Namensvetter John Lennon und der 17-jährige Chris Jacomet ab.

Wie es so ist in der Kinder- und Jugendzeit, sind in den vergangenen acht Jahren verschiedene Bandmitglieder dazugekommen und wieder ausgeschieden. Irgendwann war es dann auch mal Zeit, der Band, die aus den Kinderschuhen herausgewachsen und nun zur Jugendband geworden ist, einen Namen zu geben. Nicht wie die Arbeiter am Freitagabend mit «endlich Wochenende» die freie Zeit sehnlichst erwarten, freut sich die Jugendband auf den Sonntag, weil sie dann endlich in der Kirche Musik machen kann. So kam die Band, die vier bis sechs Mal im Jahr den Gottesdienst in der katholischen Kirche in Horn bereichert, zu ihrem aussagekräftigen Namen. «Endlich Sonntag» soll es aber auch für die Kirchenbesucher heissen, aus Freude auf den Sonntagsgottesdienst. Ganz speziell, wenn es heisst «Finally Sunday» musiziert in der Kirche.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.