Kirchenarbeit unter Dach

Wo einst Familienleben dominierte, findet heute Kirchenarbeit statt: Aus dem Pfarrhaus der Katholischen Kirchgemeinde Wittenbach entstanden Büroräume.

Rudolf Käser
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Freuen sich über die neuen Büros: Susanne Humbel und Gaby Merz (r.). (Bild: Rudolf Käser)

Freuen sich über die neuen Büros: Susanne Humbel und Gaby Merz (r.). (Bild: Rudolf Käser)

WITTENBACH. Im Pfarrhaus auf dem Ulrichsberg, unmittelbar neben der katholischen Kirche Wittenbach, ist neues Leben eingekehrt: Waren früher im Pfarrhaus Pfarrer oder Pfarreileiter – zuletzt Michael Steuer mit Ehefrau und vier Kindern – heimisch, so wird heute in verschiedenen Sparten der Gemeinde wichtige Kirchenarbeit verrichtet.

Kurz entschlossen

Von der Idee, das Pfarrhaus in ein Bürohaus umzuwandeln, wurde den Kirchbürgern im vergangenen April erzählt. «Es gab keinerlei Widerstände gegen das Vorhaben», sagt Gaby Merz, Präsidentin des Kirchenverwaltungsrates. Kurz entschlossen wurde das Projekt daraufhin angepackt; und bereits seit Ende Juli sind die Büroräume bezugsbereit. Die Büros erscheinen hell, geräumig und zweckmässig. Dabei wurde nicht einmal übermässig viel geändert. Ein Empfangsbereich beim Eingang wurde geschaffen. Wände seien keine herausgerissen oder neu erstellt worden, betont Gaby Merz. «Man wollte die Strukturen des bisherigen Pfarrhauses belassen.» Dabei stechen die breiten Fenster hervor, welche den Angestellten einen angenehmen Blick ins Grüne ermöglichen.

Man sieht sich täglich

Susanne Humbel, Leiterin des Pfarreisekretariates, ist von ihrem neuen Arbeitsplatz angetan. «Ich fühle mich sehr wohl. Und die verschiedenen Aufgaben können nun alle unter einem Dach erledigt werden.» Dadurch sehe man sich täglich, was den Informationsaustausch und die Erreichbarkeit der Mitarbeitenden stark vereinfache.

Neben der Sekretariatsleiterin werden laut Gaby Merz demnächst auch der Pfarreibeauftragte Christian Leutenegger und die Jugendarbeiterin Isabella Kellenberger ihre Arbeitsplätze beziehen. Die Jugendseelsorgerin Sonja Billian sowie die Pfarreiverantwortliche Katechese Regula Loher haben ihre Büroräume bereits bezogen. Noch bestehe eine gewisse Reserve. «Es wäre noch ein sechster Arbeitsplatz für einen Pastoralassistenten möglich.»

Herzstück der Kirchgemeinde

Gaby Merz bezeichnet das umgewandelte Bürohaus als «Herzstück der Kirchgemeinde». Sie freut sich, dass mit verhältnismässig geringem Aufwand zweckmässige Büroräume geschaffen werden konnten. Allerdings würden durch die Umwandlung des Pfarrhauses in Büroräume keine Kosteneinsparungen möglich – im Gegenteil: «Wir haben jetzt keine Mietzinseinnahmen des Pfarreileiters mehr.» Grosses Interesse an den Büroräumen sei am vergangenen Sonntag an einem Apéro nach dem Sonntagsgottesdienst geäussert worden, so Gaby Merz.

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