Kirchbürger setzen ein Zeichen

Die evangelische Kirchbürgerversammlung Goldach stimmte der Beteiligung an einer Solaranlage in Steinach zu, zahlt aber nichts ans Pfadiheim Mörschwil.

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Priska Poltéra Delegierte Synode

Priska Poltéra Delegierte Synode

Die Traktandenliste versprach einen themenreichen Abend, als kürzlich Präsidentin Lidia Bollhalder die jährliche Versammlung der Evangelischen Kirchgemeinde Goldach eröffnete, zu der auch Mörschwil, Untereggen, Steinach und Tübach gehören. Vorab genossen die 94 anwesenden Stimmberechtigten laut Mitteilung die Klänge des Kirchenchors unter der Leitung von Ute Rendar.

Nein zur Pfadiheim-Beteiligung

Zur Abstimmung standen unter anderem zwei Anträge aus dem vergangenen Jahr. Diese gaben am meisten zu debattieren. Darunter der Antrag, den Neubau des Pfadiheims Mörschwil einmalig mit 30 000 Franken zu unterstützen. Die Kirchenvorsteherschaft empfahl das Ansinnen zur Ablehnung mit dem Hinweis auf die eigene breitgefächerte Jugendarbeit. Zudem befürchtete sie, mit einer Annahme Präjudiz für weitere Fremdprojekte zu schaffen. Die Befürworter unter der Führung von Urs Dätwyler versuchten, den Wert der Jugendarbeit der Pfadi hervorzuheben. Die Stimmbürger folgten aber der Empfehlung der Kirchenvorsteherschaft und lehnten den Antrag ab. Beim zweiten Antrag ging es um eine Beteiligung von 45 000 Franken am Verein Steinach Solar. Initiant Roland Etter wies auf den ökologischen Grundgedanken hin – ein Anliegen, das auch die Kirchenvorsteherschaft befürwortet. Weil es sich um ein reines Finanzgeschäft handelt, beantragte sie aber die Ablehnung. Die Stimmbürger folgten jedoch dem Initiant und stimmten der Vorlage zu. So wird künftig der gesamte Strombedarf inklusive Heizung für die evangelische Kirche Steinach durch sauberen Steinacher Strom abgedeckt. «Die Kirchgemeinde setzt damit ein Zeichen auf dem Weg zur Energiewende», heisst es. Rechnung 2014 und Budget 2015 wurden genehmigt. Zudem ein Umbau- und Renovationsprojekt für die Kirchenräume Mörschwil im Umfang von 280 000 Franken.

Zwei Frauen im Parlament

Mit Freude präsentierte die Kirchenvorsteherschaft zwei Kandidatinnen für die vakanten Sitze in der Synode: die Mörschwilerinnen Priska Poltéra und Petra Friedli sind bereits engagiert im kirchlichen Leben und werden künftig die Geschäfte des kirchlichen Kantonsparlaments begleiten. Die herzliche Verabschiedung der abgetretenen Pfarrerin Yvonne Menzi und die Begrüssung der neuen Mitarbeitenden zeigen laut Mitteilung, dass die Kirchgemeinde dem kantonalen Motto «nahe bei Gott – nahe bei den Menschen» nachkomme. (pd/lim/cor)

Petra Friedli Delegierte Synode (Bilder: pd)

Petra Friedli Delegierte Synode (Bilder: pd)

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