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Kino, Schnaps und Waldhütten

Seit kurzem gibt es in Mörschwil den «Club höchst erfahrener Väter». Die Vereinsmitglieder wollen sich als moderne Väter positionieren: Mit einem Männer-Kochabend, Degustationen und einer Kinderolympiade auf dem Bauernhof.
Nina Rudnicki
Die «Gründungsserviette» des Cev. Der Aussprache zuliebe wurde der Name später mit einem h ergänzt. (Bild: pd)

Die «Gründungsserviette» des Cev. Der Aussprache zuliebe wurde der Name später mit einem h ergänzt. (Bild: pd)

MÖRSCHWIL. Der «Chev» ist der jüngste Verein Mörschwils. Und wohl auch derjenige mit der längsten Aktivitätenliste. «Übernachten im Wald mit Zelt» steht etwa auf der Homepage unter dem Link «Väter & Kinder». Dann folgen Veranstaltungen wie «Waldhütte bauen» und «Olympiade auf dem Bauernhof». Noch mehr Vorschläge findet, wer sich durch die Liste «Väter ohne Kinder» klickt. «Smokers Night» und «James Bond Abend im Casino» heisst es dort. Chev steht für «Club höchst erfahrener Väter». Kürzlich fand die erste Hauptversammlung des Vereins statt, der vier Monate nach der Gründung bereits 30 Mitglieder zählt.

Moderne Vaterrolle

Die Idee, einen Club für Mörschwiler Väter zu gründen, ist spontan entstanden. «Nach dem <legendären> Räbeliechtli-Schnitzen sind wir Väter noch ins Restaurant Ochsen weitergezogen», sagt Präsident Sven Schultheiss. Der Abend verlief so gut, dass die Männer in den frühen Morgenstunden auf einer Serviette die Statuten des Vereins notierten. «Es geht uns darum, uns als moderne Väter zu positionieren.» Denn die Kindererziehung sei noch immer von Frauen dominiert. Das Rollenverständnis des Vaters habe sich in den vergangenen Jahren aber stark gewandelt. Als Konkurrenz zum «Club junger Familien Mörschwil», in dem vor allem Frauen Mitglieder sind, sieht sich der «Chev» nicht. «Wir sind eine Ergänzung. Denn die Kinder sollen auch Plausch haben, wenn sie nur mit ihren Vätern unterwegs sind.» Mitmachen darf jeder Vater, der in Mörschwil wohnt oder dessen Kind in Mörschwil zur Schule geht. Ob Teilzeit arbeitend, Hausmann oder Alleinverdiener spielt keine Rolle. Schultheiss selber arbeitet 100 Prozent, einen Tag arbeitet er zu Hause. Auch Väter, deren Kinder erwachsen sind, können sich anmelden. «Bei dem einen oder anderen von uns sind Tips von Männern, welche die Kindererziehung bereits hinter sich haben, sehr willkommen», sagt Schultheiss, dessen drei Kinder zwischen zwei und fünfeinhalb Jahre alt sind.

Ein Räbeliechtli mit Logo

Als nächster Event steht im April für die Väter eine Appenzeller Alpenbitter-Degustation auf dem Programm – natürlich ohne Kinder. Noch ist es so, dass die vier Vorstandsmitglieder die Organisation übernehmen. «Wir setzen aber darauf, dass auch die anderen Mitglieder den einen oder anderen Ausflug planen werden», sagt der 42-Jährige. Im «Chev» herrsche eine gute Dynamik. Das zeige auch ein Blick auf die Online-Ideenliste, in die jeder Vorschläge eintragen und darüber abstimmen lassen kann. «Wer in unserem Verein ist, profitiert. Sei es davon, gemeinsam etwas gestalten zu können oder von den Erfahrungen der anderen Mitglieder.» So hätten einige Väter schon Aufgaben übernommen. Einer habe vorgeschlagen, eine Homepage zu erstellen, ein anderer habe das Vereinslogo entworfen: ein Räbeliechtli, auf dem der «Chev»-Schriftzug mit dem Männlichkeits-Symbol verschmilzt.

www.chev.ch

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