Kinderkrippe für den Abend und die Nacht

Rahel Hegglin kandidiert am 28. Februar auf der Liste der SP neu für den Kantonsrat. Sie möchte sich für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch in der Pflege einsetzten. Frau Hegglin, weshalb kandidieren Sie für den Kantonsrat?

Drucken
Rahel Hegglin Kantonsratskandidatin SP (Bild: pd)

Rahel Hegglin Kantonsratskandidatin SP (Bild: pd)

Rahel Hegglin kandidiert am 28. Februar auf der Liste der SP neu für den Kantonsrat. Sie möchte sich für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch in der Pflege einsetzten.

Frau Hegglin, weshalb kandidieren Sie für den Kantonsrat?

Ich möchte den Pflegefachleuten eine Stimme geben. Heute ist diese grosse Berufsgruppe in der Politik schlecht vertreten, wie ich bei meinen Tätigkeiten für den Berufsverband immer wieder feststellen muss.

Sie möchten die Arbeitssituation der Pflegefachleute verbessern. Was denn zum Beispiel?

Die Pflege ist ein Frauenberuf. Gleichzeitig arbeiten Pflegefachpersonen im Dreischichtbetrieb. Doch gibt es keine Möglichkeiten, sein Kind am Abend oder in der Nacht betreuen zu lassen. Angesichts des Fachkräftemangels ist es aber wichtig, dafür zu sorgen, dass die Leute im Beruf bleiben.

Sie setzen sich also für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein?

Ja, denn in der Pflege gibt es gute Möglichkeiten, Teilzeit zu arbeiten. Doch die Gesellschaft hat sich verändert: Heute können die Grosseltern nicht mehr immer auf die Kinder aufpassen.

Und was verstehen Sie unter einer guten Gesundheitsversorgung?

Eine, die für alle erreichbar ist. Viele haben heute schon Mühe, die Krankenkassenprämien zu zahlen. Zudem gibt es Spezialleistungen und Medikamente, welche nur Zusatzversicherungen abdecken.

Welche Medikamente meinen Sie?

Nicht alle Spezialmedikamente werden durch die Grundversorgung abgedeckt. Bei manchen seltenen Krankheiten lohnt sich die Forschung nach Medikamenten nicht. Dabei wären die betroffenen Patienten froh über Unterstützung. (mha)

Aktuelle Nachrichten