KINDERHILFE: 320 Tonnen Hilfsgüter für Kinder in Not

Die Stiftung Hoffnung für Kinder in Not aus Rorschacherberg hat im vergangenen Jahr notleidenden Menschen in der Ukraine, Rumänien und Brasilien geholfen. Unter anderem wurden über 3000 Weihnachtsgeschenke verteilt.

Drucken
Teilen

Ganze 320 Tonnen Hilfsgüter wurden im vergangenen Jahr mit 30 Sattelschleppern nach Osteuropa gebracht, um Bedürftigen zu helfen. «Es werden jedes Jahr mehr. 2015 waren es noch 23 Transporte», sagt Astrid Eisenring von der Stiftung Hoffnung für Kinder in Not. Seit 2010 sammelt und verteilt sie Hilfsgüter, beispielsweise Krankenbetten und Rollstühle für Spitäler und Altersheime. Schulen erhalten gebrauchtes Schulmaterial, und über 3000 Weihnachtsgeschenke wurden an arme Kinder und ältere Menschen verteilt, um ihnen eine Freude zu bereiten. «Ein Lastwagen, der mit Geschenken auf dem Weg nach Rumänien war, musste am Zoll ausgeräumt werden», sagt Eisenring. «Dann mussten zwei neue Lastwagen organisiert werden.» Theoretisch müsse bereits zwei Wochen vor Abfahrt genau dokumentiert werden, was sich in den Lastwagen befindet. «Das ist aber unmöglich. Es treffen ja laufend neue Sachen bei uns ein.»

In der Ukraine half die Stiftung dem Sozialzentrum St. Martin. Das Zentrum mit Kindergarten, Primarschule und Therapie für behinderte Kinder erhielt Hilfsgüter, Lebensmittel und Weihnachtspakete. Im Sommer fand ausserdem ein Feriencamp für 70 Kinder in einer Ferien- und Freizeitanlage statt. In Rumänien erhalten 47 Kinder jeweils ein warmes Mittagessen und in Siebenbürgen wurden für den Verein Heilige Elisabeth zwei Kinderheime und ein Bauernhof gebaut.

Nach dem schweren Erdbeben in Ecuador vergangenen Dezember hat die Stiftung ein Projekt des Schweizer Bischofs Bertram Wick für den Bau von 20 Unterkünften finanziert.

Die Stiftung hat drei Kindern mit dringend notwendigen Operationen geholfen. Ein Kind aus Nigeria, ein Neugeborenes aus der Ukraine und ein rumänisches Mädchen mit einem krummen Rücken, welches in Deutschland operiert wurde. «Das neugeborene Mädchen gehe ich nächste Woche besuchen», verrät Eisenring stolz. Die Reisekosten übernimmt sie selbst.

Alain Rutishauser

alain.rutishauser@tagblatt.ch