Kinderfestplakat ist gekürt

ST.GALLEN. Das St. Galler Kinderfest musste im letzten Jahr dem Eidgenössischen Musikfest weichen. Nun soll es am kommenden 23. Mai stattfinden. Das Plakat kommt aus dem Atelier der Talentschule.
Odilia Hiller
Das Siegerplakat für das Kinderfest hat die Oberstufenschülerin Armanda Asani gestaltet. (Bild: Hanspeter Schiess)

Das Siegerplakat für das Kinderfest hat die Oberstufenschülerin Armanda Asani gestaltet. (Bild: Hanspeter Schiess)

Längst sind hinter verschlossenen Turnhallentüren alle am Üben: In drei Monaten ist Kinderfest. Die Vorbereitungen in den städtischen Schulen laufen auf Hochtouren. Seit der letzten Durchführung des Festes, das normalerweise alle drei Jahre stattfindet, sind vier Jahre vergangen. Der Termin musste im letzten, überfrachteten Vorsommer dem Eidgenössischen Musikfest das Feld überlassen.

Aus zehn Vorschlägen gewählt

Der Mittwoch, 23. Mai, ist nun als erstes Durchführungsdatum für das Kinderfest angesetzt. Letztmögliches Datum ist der 3. Juli. Die Durchführung ist wie immer vom Wetter abhängig.

Erster öffentlicher Vorbote des Kinderfests ist das offizielle Festplakat, das gestern im Schulhaus Engelwies vorgestellt wurde. Gestaltet wurde es nicht von professionellen Grafikern, sondern von einer Oberstufenschülerin aus der städtischen Talentschule für Kunst und Gestaltung. Im Rahmen ihres Unterrichts durften die zehn Schülerinnen und Schüler der Klasse, die im gestalterischen Bereich speziell gefördert werden, je ein Plakat zum Kinderfestmotto «baerenstark.sg» gestalten. Am Ende wählte eine Jury aus Fachleuten aus Grafikdesign und Kommunikation die drei gelungensten Plakate aus und legte sie den Schulleiterinnen und Schulleitern der Stadt vor. Diese kürten am Ende die Arbeit von Armanda Asani zum Sieger.

Das Plakat, eine Collage aus verschiedenen Elementen, zeigt die grüne Kinderfestwiese vor einem leuchtend pink Himmel. Über die Wiese springen als Silhouetten Kinder, deren Kleider der St. Galler Stickerei die Reverenz erweisen. Im Hintergrund schauen die Kathedrale, das Rathaus und ein überdimensionierter Bär hervor, letzterer vielleicht auf der Suche nach dem kleinen schwarzen Bären in der Wiese.

Mit dem Wettbewerb geht das Schulamt neue Wege und bietet gleichzeitig den Talentschülerinnen und -schülern im Bereich Gestaltung die Möglichkeit, einen «richtigen» Auftrag auszuführen. Was diese mit grosser Freude und viel Enthusiasmus getan haben, wie gestern zu erfahren war. Sämtliche zehn Plakate werden im Vorfeld des Kinderfests als Postkarten erhältlich und an einem öffentlichen St. Galler Standort zu besichtigen sein.

Alles stehen und liegen lassen

Schulamtsleiter Christian Crottogini sagt, das Kinderfest werde im übrigen im üblichen Rahmen durchgeführt. Die Tradition, dass eine Stadt für ihre Kinder einen Tag lang alles stehen und liegen lasse, soll unbedingt weitergepflegt werden. Teil davon sei auch die Stickereitradition. «Wann immer möglich» seien die Schulen aufgerufen, textile Akzente zu setzen. Wohlwissend, dass nicht jede St. Galler Familie Stickereikleider im Schrank hängen habe.

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