Kinder erobern den Säntispark

Im Säntispark herrscht derzeit Hochsaison. Trotz schönen Wetters strömen in diesen Tagen zahlreiche Familien in die Bäderwelt. Vor allem der neue Kinderbereich kommt bei den kleinen oder ganz kleinen Badegästen gut an.

Sebastian Schneider
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Wer hat die beste Balance? Die Holzscheiben mit dem Kletternetz in der neuen Kinderbadewelt im Säntispark sind bei Kindern besonders beliebt. (Bild: Urs Bucher)

Wer hat die beste Balance? Die Holzscheiben mit dem Kletternetz in der neuen Kinderbadewelt im Säntispark sind bei Kindern besonders beliebt. (Bild: Urs Bucher)

ABTWIL. So ist es schön. In Ruhe im wärmenden Bad den Moment geniessen. Vornehmlich Senioren entspannen sich am Dienstagmorgen im Solebad im Säntispark. Das Aussenbad ist mit einem Hag abgeschirmt. Dahinter steht ein Kran, mit dessen Hilfe schon bald ein Turm mit acht neuen Rutschbahnen aufgerichtet wird (siehe Zweittext). Doch in diesen Tagen ist Baupause, der Kran steht still. In den anderen Becken der Bäderwelt geht es nicht so ruhig zu und her. Im Gegenteil: Kinder toben, springen und tollen umher. Der Lärmpegel ist hoch, die Anspannung bei einigen Eltern ebenfalls.

Erneuerungen kommen gut an

«Auf diese Rutsche gehen wir aber zu zweit», sagt ein Vater. «Wieso?», will der Bub mit Schwimmflügeli wissen. «Bleib bei deinem Vater», weist eine Mutter ihre Tochter an. Bereits in der Garderobe, wo es für die Angestellten mit Putzmaschinen zeitweise kein Durchkommen gibt, stellen ältere Badegäste fest: Es ist die Zeit der Familien im Säntispark.

«Die neue Kinderbadewelt hat seit der Eröffnung vor den Herbstferien sofort eingeschlagen», sagt Catherine Zimpfer, Leiterin Freizeit Säntispark. Mit einem Staudamm, drei neuen Rutschbahnen, einem Becken mit animierten Fischen, neuen schwimmenden Holzklötzen zum Balancieren sowie weiteren Details habe man viele Badegäste überraschen können. «Nun haben wir ein Angebot für Kinder aller Altersstufen», sagt Zimpfer. Das lasse auch die Kassen klingeln. Am Sonntag und Montag nach Weihnachten seien je über 3000 Eintritte verzeichnet worden. Ob es an den Spitzentagen am Neujahrswochenende für einen Rekord reicht, hänge allerdings vom Wetter ab. Sollte es nass und kalt sein, könnte es gut sein, dass am 2. oder 3. Januar bis zu 5000 Eintritte täglich verzeichnet werden.

«Chillen» im Salzwasser

Derweil balancieren Kinder über die Holzscheiben und hangeln am Netz, das darüber gespannt ist. Das Wasserspiel vor dem Becken ist für einen Buben die ideale Beschäftigung. Steht er auf der einen Düse, wird der Wasserstrahl aus der mittleren Düse höher. Die neue Kinderbadewelt bietet viele Sitzgelegenheiten – einige Eltern sind sichtlich froh darüber.

Dass im Säntispark Hochsaison für Familien ist, zeigt sich bereits kurz nach der Öffnung um 9 Uhr. Zeitweise bilden sich vor den Kassen sogar Schlangen. Und da immer mehr Badegäste eintrudeln, steigt auch der Lärmpegel im Solebad, der eigentlichen Bastion der Senioren. Gegen Mittag sind die jungen Badegäste schon fast in der Mehrheit. Denn gerade Kinder im Primarschulalter wollen halt auch mal «chillen».

Catherine Zimpfer Leiterin Freizeit Säntispark (Bild: Hanspeter Schiess)

Catherine Zimpfer Leiterin Freizeit Säntispark (Bild: Hanspeter Schiess)

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