KINDER: Das Gugelhuus zügelt

Jahrelang hat das Gugelhuus nach einem neuen Standort gesucht. Jetzt ist es fündig geworden. Das Eltern-Kind-Zentrum zieht vom Linsebühl ins Stadtzentrum.

Roger Berhalter
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In der dreistöckigen Remise im Innenhof an der Spitalgasse treffen sich schon bald Kinder und Eltern. (Bild: Michel Canonica)

In der dreistöckigen Remise im Innenhof an der Spitalgasse treffen sich schon bald Kinder und Eltern. (Bild: Michel Canonica)

Roger Berhalter

roger.berhalter@tagblatt.ch

Der Zugang zum Gugelhuus ist heute wenig einladend. Wer das Eltern-Kind-Zentrum im Linsebühl besuchen möchte, muss zuerst an einem grauen Garagentor klingeln, danach durch eine düstere Tiefgarage bis zum Treppenhaus spazieren und schliesslich in den ersten Stock hinauf. «Wir sind sehr versteckt, wir müssen immer erklären, wie man uns findet», sagt Marlene Conrad vom Vorstand des Gugelhuus-Vereins.

Drei Stockwerke beim Marktplatz

Das soll sich nun ändern. Das Gugelhuus hat im Stadtzentrum neue Räume gefunden, der Mietvertrag wurde soeben unterschrieben. Im September eröffnet der Treffpunkt für Kinder und Eltern neu in der Remise im Innenhof an der Spitalgasse. Das dreistöckige Gebäude ist zwar ebenfalls etwas versteckt und liegt abseits der Passantenströme. Dafür ist es nur einen Steinwurf vom Marktplatz entfernt.

An der Hauptversammlung des Gugelhuus-Vereins am Mittwochabend stellten Präsident Damian Conrad und seine Frau Marlene den neuen Standort vor. Sie waren sichtlich erleichtert, denn seit Jahren hatten sie nach Räumen gesucht, die zentral gelegen, aber trotzdem bezahlbar sind. «Am neuen Standort haben wir mehr Möglichkeiten», sagte Damian Conrad. Nur schon deswegen, weil drei Stockwerke zur Verfügung stünden: Im Erdgeschoss ist ein Café geplant, im ersten Stock ein Spielzimmer, im zweiten Stock ein weiterer Raum für Seminare oder andere Anlässe. Auch abends und an den Wochenenden kann das Gugelhuus künftig genutzt werden – im Gegensatz zu heute, wo das Eltern-Kind-Zentrum gemäss Mietvertrag täglich ab 19 Uhr sowie am Sonntag geschlossen bleiben muss, weil sich im selben Gebäude auch Wohnungen befinden.

Eine Küchenzeile und ein weicher Boden

Finanziell geht es dem Gugel­huus derzeit gut. Die Rechnung 2016 schliesst mit einem Verlust von nur vier Franken, unter anderem deshalb, weil der Kanton das Zentrum mit 15'000 Franken unterstützt hat. Damit konnte sich der Verein Möbel kaufen.

Jetzt stehen weitere, ausserordentliche Investitionen an. Am neuen Standort braucht es neues Inventar, auch ein kleiner Umbau ist geplant. Der Verein möchte eine neue Küchenzeile einbauen sowie einen weichen Boden verlegen. Die neuen Räume kosten mehr Miete, dafür verspricht sich der Gugelhuus-Verein auch mehr Einnahmen durch die Vermietung an Dritte.