Keine Zufahrtsstrasse über Grundstücke im Wiggenrain

«Anwohner gegen Schlossherr», Ausgabe vom 8. Juli

Paul Hüttenmoser, Wiggenrainstr. 27, 9404 Rorschacherberg
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Als Rorschacherberger Bürger und langjähriger Anwohner der Wiggenrainstrasse bin ich sehr erstaunt über die Äusserungen von Gemeindepräsident Beat Hirs. So erwähnt er eine vorausschauende Baulinie, die tatsächlich am 4. August 1975 rechtskräftig war. Diese wurde aber nach der Einsprache der Anwohner am 30. Oktober 1979 durch das Baudepartement neu genehmigt: statt Fahrstrasse nur Fahrweg. Im Übrigen besteht nach meiner Meinung keinerlei öffentliches Interesse. Die Bemerkung mit den einfliegenden Häusern passt in die Kategorie Änderung des Gemeindewappens. Der Verkehr belastet die Anwohner nicht nur in der Bauphase. Hier geht es um weiter 40 Fahrzeuge, die nach der Überbauung über das Wiggenrainsträsschen verkehren sollen. Die Anwohner im Wiggenrain wollen keine Zufahrtsstrasse über ihre Grundstücke! Unter dem Deckmantel «Denkmalpflege» soll eine Zufahrt über das Schlossareal nicht möglich sein. Interessierte sollten sich mal ein Bild machen, was jetzt und in den letzten Jahre schon im «denkmalpflegerischen» Areal gebaut und umgebaut wurde und noch wird. Stallungen und Scheunen werden zu rentablen Wohnungen umgebaut. Hier stellt sich die Frage: ist nun das Areal noch denkmalpflegerisch schützenswert? Zurzeit karren 40-Tönner über ein dem Schlossbesitzer gehörendes Strässchen vom Bauplatz in die Wiggenrain­strasse. Mit riskanten Wendemanövern wird dann zum Kehrplatz am Wiggenrainsträss­chen gefahren, wo wiederum mit X-Kehrmanövern der Baum und die Sitzbank umfahren wird. Erst dann fahren die Lastwagen mit ihren in der Scheune ausgebaggerten Quadern und Steinen zum auswärtigen Entsorgungsplatz. Wo bleibt da der voraussehende Menschenverstand einer Gemeinde bevor eine Baubewilligung erteilt wird. Ein sehr besorgter Anwohner im Wiggenrain.

Paul Hüttenmoser, Wiggenrainstr. 27, 9404 Rorschacherberg