Keine Wärme geht verloren

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Umwelt Wenn es besonders kalt ist oder das Kehrichtheizkraftwerk im Sittertobel ausfällt, kommen die Fernwärmezentralen zum Zug. Sie sind dazu da, an Spitzentagen zusätzliche Wärme zu produzieren und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Dabei werden Öl und Gas verbrannt und in Wärme umgewandelt. Diese Lösung sei durchaus ökologisch, obwohl auch fossile Brennstoffe zum Einsatz kommen, sagt Peter Jans, Direktor Technische Betriebe.

Auch in der Waldau wird ein Blockheizkraftwerk gebaut

«Wenn wir auch an kältesten Tagen nur mit der Abfallverbrennung heizen wollten, würde das bedeuten, dass an allen wärmeren Tagen Wärme aus dem KHK ungenutzt bliebe», sagt Jans. Es sei deshalb nachhaltiger, punktuell mit Heizkesseln in den Fernwärmezentralen nachzuhelfen. Derweil ist fest geregelt, wie viel durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen nachgeholfen werden darf. «Dieser Anteil darf höchstens einen Viertel der produzierten Wärme ausmachen.» 2016 lag er, auch aufgrund des Ausfalls des KHK nach der Verpuffung von vergangenem September, mit 26,4 Prozent leicht darüber. «Mit der Inbetriebnahme des zweiten Heizkondensators werden wir aber unter dieser Marke bleiben können», ist Jans überzeugt.

Einen Beitrag zur ökologischen Effizienz der Fernwärmezentralen sollen auch Blockheizkraftwerke leisten. Diese produzieren neben Wärme auch Strom, und das mit einem hohen Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent. In der Lukas­mühle sind zwei solche Kraftwerke vorgesehen, auch in der Fernwärmezen­trale Waldau soll dereinst eines eingebaut werden. (ghi)

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