Keine Steuererhöhung in Heiden

Der Voranschlag 2016 zeigt einen Aufwandüberschuss von 370 000 Franken. Dieser kann laut Gemeinderat aus dem Eigenkapital gedeckt werden. Der Steuerfuss bleibt bei 3,7 Einheiten.

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HEIDEN. Der Voranschlag 2016 rechnet mit einem Aufwand von 23,7 und einem Ertrag von 23,3 Millionen Franken. Laut einer Gemeinderatsmitteilung wird für das laufende Jahr mit einem Besserabschluss gerechnet. Der Aufwand für die Arbeiten an der Gebäudeaussenhülle Rathaus lasse sich über die Investitionsrechnung verbuchen. Dazu kommen erwartete Steuer-Mehreinnahmen.

Steuern für Pflegefinanzierung

Die in den letzten Jahren vorgenommenen Steuersenkungen wirken sich laut Mitteilung auf der Ertragsseite aus. Der budgetierte Steuerertrag für das Jahr 2015 dürfte übertroffen werden. «Bei den juristischen Personen ist die Entwicklung der Erträge eher unsicher, der Voranschlag dürfte jedoch erreicht werden.» Mit den Überbauungen, die im Jahr 2015 fertiggestellt werden, wird für den Voranschlag 2016 mit drei Prozent Mehreinnahmen bei den Steuern der natürlichen Personen gerechnet. Sie sollen die teils deutlichen Mehrkosten aus den Pflegefinanzierungen, der Spitex und dem kantonalen Entlastungsprogramm kompensieren.

Globalkredit Schule

Die Schule Heiden wird mit einem Globalbudget geführt. Für nächstes Jahr wurde eine neue Rahmenvereinbarung zwischen Gemeinderat und Schulleitung definiert. Die Kostensteigerung gegenüber dem laufenden Jahr ist durch die leichte Zunahme an Lernenden begründet. Zusätzlich belastet das kantonale Entlastungsprogramm mit Kosten von gut 50 000 Franken. Der Pauschalbeitrag je Schüler wurde von ursprünglich 2460 auf 2230 Franken reduziert und im Jahr 2017 wird er nochmals um 130 Franken gekürzt. Bei der Sonderschulung hat der Kanton die Beiträge um 50 Prozent gekürzt, was zu einer massiven Kostenzunahme führt. Die Gemeinde Heiden sei bestrebt, die Infrastruktur im Dorf weiterzuentwickeln und zu ver-bessern. Dafür sind im Voranschlag 50 000 Franken für eine zweite Verkehrsplanungsstudie vorgesehen, um die langfristige Verkehrsplanung von Heiden zu erarbeiten. Daneben verursacht «Fabi» Mehrkosten von 60 000 Franken.

Finanz- und Lastenausgleich

Heiden zahlt seit 2011 an den Finanzausgleich im Kanton. Im ersten Jahr waren das 40 000 Franken. Für den Voranschlag 2016 werden gemäss Empfehlungen des Kantons 130 000 Franken budgetiert.

Investitionstätigkeit

Der Voranschlag rechnet mit Investitionen von 3,6 gegenüber 4,4 Millionen Franken in diesem Jahr. Wesentliche Vorhaben sind vor allem die geplanten Strassensanierungen der Waid-, Hinterbissau- und Badstrasse. Zusätzlich wird der Bischofsberg 408 (Müllersberg) mit Schopf umgebaut und eingerichtet, damit er für Militär und Schullager genutzt werden kann.

Es bleibe eine Herausforderung, den Haushalt ausgewogen zu halten. Im Finanzplan 2017 bis 2021 ist der Ersatzneubau Sporthalle Gerbe bereits abgebildet, weshalb ab 2017 eine Steuerfusserhöhung um 0,2 Einheiten vorgesehen ist. Diese Erhöhung ist abhängig vom Entscheid der Bevölkerung zum Wettbewerbs- und Projektierungskredit für die Sporthalle, worüber am 29. November abgestimmt wird. (gk)