Keine Reallohnerhöhung fürs städtische Personal

Die Löhne des städtischen Personal werden 2016 im Einzelfall individuell angehoben. Dafür steht den Chefs der Verwaltung ein Prozent der Lohnsumme zur Verfügung. Diese Massnahme war gestern nachmittag im Stadtparlament unbestritten.

Reto Voneschen
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Die Löhne des städtischen Personal werden 2016 im Einzelfall individuell angehoben. Dafür steht den Chefs der Verwaltung ein Prozent der Lohnsumme zur Verfügung. Diese Massnahme war gestern nachmittag im Stadtparlament unbestritten. Einen Schlagabtausch zwischen links und rechts gab's ob der Frage, ob dem Personal im nächsten Jahr eine allgemeine Reallohnerhöhung von einem Prozent zu gewähren sei. Dafür wären im Budget zusätzlich 1,7 Millionen nötig gewesen. Die Geschäftsprüfungskommission hatte eine allgemeine Lohnerhöhung mit sechs zu drei Stimmen bei je einer Enthaltung und Abwesenheit abgelehnt.

«Viel Nachholbedarf beim Lohn»

Gestern brachte Lisa Etter (SP) den Antrag auf eine einprozentige Reallohnerhöhung namens der SP/Juso/PFG-Fraktion im Parlament ein. Das Personal habe in den letzten Jahren viele Sparopfer gebracht. Gerade in den unteren Lohnklassen und bei den jüngeren Angestellten bestehe lohnmässig Nachholbedarf. Zudem, so doppelte Etrit Hasler (SP) nach, gebe es auch Berufsgruppen wie etwa die Informatiker, bei denen man gegenüber anderen Arbeitgebern ins Hintertreffen geraten sei.

«Städtisches Lohnniveau ist gut»

Barbara Frei (FDP), Daniel Stauffacher (CVP) für die CVP/EVP/BDP-Fraktion und Christian Neff (SVP) bekämpften den Antrag. Im Moment spreche gar nichts für eine Reallohnerhöhung: Der Landesindex der Konsumentenpreise sinke, die Wirtschaft kämpfe mit dem starken Franken und die Stadt stehe vom Lohnniveau ihrer Angestellten her gerade im Vergleich zum Kanton sehr gut da, hiess es. Und den teilweisen Mangel an Fachkräften bekämpfe man mit einer generellen Lohnerhöhung nicht wirklich effizient. In der Abstimmung hatte der Antrag auf Reallohnerhöhung keine Chance.

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