Keine Massnahmen notwendig

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Kunstrasen Der mediale Aufschrei war gross, nachdem ein holländischer Journalist Anfang Oktober auf die gesundheitlichen Risiken eines Gummigranulats aufmerksam machte. Das recyclierte Produkt aus alten Autoreifen wird auf vielen Kunstrasenplätzen eingesetzt und soll unter anderem auch Weichmacher enthalten, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Mittlerweile ist die Aufregung verflogen. Dennoch hat sich der Zweckverband Kellen mit dem Thema befasst. Laut Verwaltungspräsident Thomas Würth sind aus Sicht des Zweckverbandes keine Massnahmen notwendig. Beim damaligen Einbau seien die Systeme ohne Granulat entweder sehr teuer oder technisch noch zu wenig ausgereift gewesen. Das sei heute anders. Der Kunstrasenteppich auf der Sportanlage Kellen liege auf einer stabilen Asphaltunterlage. Wenn der Teppich in einigen Jahren ersetzt werden müsse, werde der Verwaltungsrat sicher auch unverfüllte Systeme prüfen.

Weil der Fluss Goldach in der Nähe sei, seien damals nach dem Einbau Wasserproben genommen worden. Dieses seien allesamt in Ordnung gewesen, und es habe weder Beanstandungen noch Nachbesserungen gegeben. Das Granulat, das auf den Kunstrasenplätzen der regionalen Sportanlage Kellen zur Anwendung kam, ist ein Recyclingprodukt und stammt laut Thomas Würth von der Firma Art Rubber. Diese existiere aber heute nicht mehr, und eine Prüfung über die chemische Zusammensetzung sei bei der Einbaufirma nicht abgelegt. (rtl)