Keine Lust auf einen Platz im Mittelfeld

Nach einer von personellen Wechseln geprägten, mittelmässigen Saison steht der EHC St. Gallen vor einer entscheidenden Phase. Trainer Kevin Schüepp will mehr als einen Mittelfeldplatz in der 3. Liga. Zentral bei dieser Vision ist der Nachwuchs.

Sergio Dudli
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Trainer Kevin Schüepp. (Bild: Ralph Ribi)

Trainer Kevin Schüepp. (Bild: Ralph Ribi)

EISHOCKEY. Der EHC St. Gallen bestreitet morgen um 20.15 Uhr gegen Frauenfeld das letzte Spiel der Saison. Kevin Schüepp, Trainer der ersten Mannschaft, zeigt sich vor dem Spiel des Tabellenfünften zu Hause im Lerchenfeld motiviert. Grund ist nicht die zu Ende gehende Spielzeit, sondern viel mehr das, was kommt. Schüepp verlängerte kürzlich seinen Vertrag um ein Jahr. «Ich habe das hier im Sommer angefangen und wir sind auf dem richtigen Weg. Zudem will ich mich nicht mit einem Platz im Mittelfeld zufriedengeben», sagt Schüepp. Anhand der Umstände mit den vielen personellen Veränderungen sei die Saison aber passabel verlaufen. Die grösste Herausforderung für den gebürtigen Uzwiler war es, der jungen Mannschaft eine Siegermentalität einzuflössen. «Die Spieler haben in der vergangenen Abstiegssaison fast nur verloren, da muss man zuerst wieder Selbstvertrauen aufbauen», so Schüepp.

Für die Zukunft setzt er sich aber höhere Ziele. Den Schlüssel zum Erfolg sieht Schüepp in einer erfolgreichen Nachwuchsarbeit. Doch genau diese fehlt bisher. Die Eisbären St. Gallen, die Talente ausbilden, sind nicht an den Verein gebunden. Dies würde Schüepp gerne ändern: «St. Gallen braucht einen Verein – nicht einen für Junioren und einen für etablierte Spieler.» Bei einer Zusammenarbeit könnte man den Nachwuchs bei den Eisbären ausbilden, und dann die besten Talente in die erste Mannschaft des EHC St. Gallen integrieren. So würden die jungen Spieler der Region erhalten bleiben und es könnte eine Mannschaft entstehen, die grossen Rückhalt in der Bevölkerung geniesst. Erste Gespräche über eine Zusammenarbeit sollen demnächst geführt werden.

Schüepp arbeitet bereits am Kader für die nächste Saison. Es werden einige neue Spieler dazu kommen, die den Verein punktuell verstärken. «Die Mannschaft wird verjüngt und dabei gleichzeitig an Qualität dazugewinnen», sagt der 33-Jährige. Schliesslich hat Schüepp keine Lust, nächste Saison wieder im Mittelfeld der Tabelle zu landen.

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