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Keine grosse Stadt hat eine Frauenmehrheit in der Regierung

Frauenquote Die Frage, wie hoch der Frauenanteil einer Regierung sein soll, wird derzeit vor allem auf Bundesebene diskutiert. Soll der freiwerdende Sitz von Bundesrat Didier Burkhalter ans Tessin gehen? Oder soll mit der Waadtländerin Isabelle Moret doch lieber eine Frau gewählt werden, auch um das Verhältnis im siebenköpfigen Gremium, in dem kurzzeitig sogar eine Frauenmehrheit herrschte, wieder einigermassen anzugleichen? Dieselbe Frage stellt sich in St. Gallen bei der Ersatzwahl für Nino Cozzio, bei der Sonja Lüthi (GLP) und Ingrid Jacober (Grüne) antreten. Seit den Rücktritten von Elisabeth Beéry (SP) und Barbara Eberhard (CVP) per Ende 2012 sitzt im fünfköpfigen Stadtrat nur noch eine Frau. Daran hat auch die Wahl von Maria Pappa (SP) im letzten November nichts geändert: Sie ersetzte Patrizia Adam (CVP), der die Stimmbürger das Vertrauen entzogen.

Genf, Bern, Luzern und Biel haben die höchste Frauenquote

Doch wie steht es um den Frauenanteil in den Regierungen der grössten Schweizer Städte? Eine Gemeinsamkeit haben sie alle: Eine Frauenmehrheit gibt es nirgends. Die höchste Frauenquote erreichen Genf, Bern, Luzern und Biel. Dort sitzen jeweils zwei Frauen im fünfköpfigen Stadtrat beziehungsweise Gemeinderat. Auch der Winterthurer Stadtrat verfügt über zwei Frauen, allerdings setzt sich dieser aus sieben Personen zusammen. Dasselbe Bild zeigt sich in Lausanne: Der siebenköpfigen «Municipalité» gehören zwei Frauen an.

In der grössten Stadt des Landes ist die Frauenquote tief: In Zürich entfallen bloss zwei von neun Stadtratssitzen auf Frauen. Gleich dahinter folgen St. Gallen und Schaffhausen mit je einer Stadträtin in einem fünfköpfigen Gremium. Noch schlechter als in der Kantonshauptstadt ist die Quote im Regierungsrat des Kantons St. Gallen: Heidi Hanselmann (SP) ist die einzige Frau im siebenköpfigen Gremium.

Chur wird ausschliesslich männlich regiert

Die tiefste Frauenquote im Vergleich der Exekutiven der zehn grössten Schweizer Städte hat Lugano: Dort sitzt bloss eine Frau im «Municipio», der siebenköpfigen Stadtregierung. In Chur wird selbst dieser Wert noch unterboten: Der dreiköpfige Stadtrat setzt sich ausschliesslich aus Männern zusammen.

In zwei der zehn grössten Städte ist das Stadtpräsidium in Frauenhand: Corine Mauch (SP) in Zürich und Elisabeth Ackermann (Grüne) in Basel. Ackermann hat quasi ein Doppelmandat: Sie ist Regierungspräsidentin des Kantons Basel-Stadt und damit automatisch auch Stadtpräsidentin. (dag)

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