Keine böse Überraschung mit den Steuern

Das Jugendsekretariat und das Steueramt der Stadt St. Gallen bieten am 5. März einen Steuerworkshop für junge Erwachsene an. Dieser sei eine gute und sinnvolle Sache, sagt Isabel Niedermann, Fachmitarbeiterin der städtischen Jugendinformationsstelle «Tipp».

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Isabel Niedermann Fachmitarbeiterin Jugendinformation «Tipp» (Bild: Ralph Ribi)

Isabel Niedermann Fachmitarbeiterin Jugendinformation «Tipp» (Bild: Ralph Ribi)

Das Jugendsekretariat und das Steueramt der Stadt St. Gallen bieten am 5. März einen Steuerworkshop für junge Erwachsene an. Dieser sei eine gute und sinnvolle Sache, sagt Isabel Niedermann, Fachmitarbeiterin der städtischen Jugendinformationsstelle «Tipp».

Frau Niedermann, sind denn nicht alle jungen Erwachsenen in der Stadt St. Gallen in der Lage, eine Steuererklärung richtig auszufüllen?

Niedermann: Das will ich so pauschal nicht sagen. Doch es gibt junge Leute, die sind vielleicht überfordert, wenn ihnen zum ersten Mal ein Steuerformular ins Haus flattert.

Oder sie sind vielleicht unmotiviert.

Niedermann: Hand aufs Herz: Die Motivation für das Ausfüllen der Steuererklärung ist nicht nur bei jungen Erwachsenen an einem kleinen Ort, sondern bei den allermeisten Steuerzahlern.

Wird der Steuerworkshop für junge Erwachsene in der Stadt zum ersten Mal durchgeführt oder haben Sie schon Erfahrung sammeln können mit solchen Ausbildungsabenden?

Niedermann: Dieser Workshop wird 2015 schon zum dritten Mal durchgeführt. Die ersten beiden Male haben jeweils zwischen 10 und 15 Jugendliche daran teilgenommen. «Geschafft!», haben die meisten nach dem rund zweistündigen Workshop gesagt, oder: «Das war ja gar nicht so schwierig.»

Wie läuft so ein Kurs genau ab?

Niedermann: Die Jugendlichen müssen sich anmelden. Dann erhalten sie von mir eine Checkliste mit Angaben, was sie alles mitnehmen müssen. Zwei Fachleute des Steueramts gehen dann Schritt für Schritt die Steuererklärung durch. Ausfüllen tun sie die Jugendlichen selber am Computer. Wer einmal ein solches Formular korrekt ausgefüllt und fristgerecht eingereicht hat, erspart sich Zeit und womöglich auch Probleme.

Was meinen Sie damit konkret?

Niedermann: Die am Computer eingetragenen Daten können nächstes Jahr zu einem grossen Teil wieder verwendet werden. Wer es versäumt, eine Steuererklärung fristgerecht einzureichen, wird eingeschätzt. Das heisst, ein junger Erwachsener erhält dann vielleicht eine Steuerrechnung, die nicht seinen Verhältnissen entspricht.

Kommt so etwas regelmässig vor?

Niedermann: Das kommt hie und da vor und kann eine böse Überraschung darstellen. (dwi)

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