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«Keine Biersteuern sind auch keine Lösung»

Umfrage
Text: Matthias Fässler

Ich selber trinke ab und zu Bier. Die grundsätzliche Idee, dass der Staat Steuern auf Substanzen erhebt, die Suchtpotenzial aufweisen, finde ich gut. Die Biersteuer ist jedoch vergleichsweise noch sehr tief. In den skandinavischen Ländern sind die auf Alkohol erhobenen Steuern viel höher. Das erhöht das Bewusstsein für den Konsum, was ich befürworte.

Wenn sich jemand betrinken will, dann kann er das. Auch mit einer höheren Biersteuer. Es verhält sich wie mit Zigaretten, auch da haben die Preiserhöhungen wenig genützt. Bier müsste massiv teurer werden, um die Leute wirklich abzuschrecken. Ich glaube zudem, dass es wichtigere Themen gibt als die Biersteuer. Zudem trinke ich keinen Alkohol.

Eine kleine Erhöhung der Biersteuer nützt nichts. Wenn jemand Alkohol trinken will, tut er das auch. Man müsste an einem anderen Ort ansetzen. Beispielsweise über Suchtkampagnen, welche besser geeignet sind, die Leute zu sensibilisieren. Die Kampagnen sollten aber weiterhin über die Biersteuern finanziert werden, das ergibt für mich Sinn.

Grundsätzlich gefällt mir die Idee der Biersteuer. Ich selber trinke keinen Alkohol. Viele Leute fahren jedoch noch immer betrunken Auto und gefährden damit andere. Und je höher die Preise sind, desto weniger wird getrunken, ganz einfach. Bei Zigaretten werden die Preise auch immer weiter erhöht. Als Ausgleich sollte man dies nun auch bei Alkohol tun.

Ich glaube nicht, dass Preiserhöhungen etwas bringen. Der Konsum verschiebt sich einfach zu härterem Alkohol. Dann kauft man sich anstatt zehn Dosen Bier einfach eine Flasche Schnaps im Laden. Letztlich geht es auch da um Eigenverantwortung. Dass man ein Bier jedoch in gewissen Läden für 40 Rappen erhält, finde ich bedenklich.

Rausch Die Stiftung Sucht Schweiz kritisiert in ihrem jüngsten Bericht die tiefen Bierpreise in der Schweiz. Jeder Fünfte trinke risikoreich. Sie fordert deshalb eine höhere Biersteuer. Um wie viel die Steuer steigen solle, sagte die Stiftung nicht. Der zusätzliche Steuerertrag könne jedoch für Prävention eingesetzt werden. Die Forderungen lösten Kritik aus. Vor allem dem Schweizer Brauereiverband stiess die Idee sauer auf. Schliesslich werde statistisch so wenig getrunken wie noch nie. Die SVP will mittels parlamentarischer Initiative die Biersteuern gar komplett aufheben. Das Thema polarisiert, auch in der St. Galler Innenstadt.

Text: Matthias Fässler

Bilder: Judith Schönenberger

Leuten mit Suchtproblemen sollte anders begegnet werden als mit einer Preiserhöhung. Wichtig ist es, den Menschen einen gesunden Umgang mit Alkohol beizubringen. Wenn man den Preis erhöht, sind die Leute gezwungen, mehr Geld auszugeben. Ich habe mich aber noch nicht eingehend mit dem Thema befasst. Keine Steuern sind aber auch keine Lösung.

Ich trinke selber kein Bier und habe mir deshalb auch noch keine Gedanken über das Thema gemacht. Ich befürworte es grundsätzlich, dass staatliche Massnahmen ergriffen werden, um den Alkoholkonsum zu kontrollieren. Mich selber interessiert es aber nicht wirklich, weil mich eine höhere Biersteuer persönlich nicht betreffen würde.

Ich glaube, die Erhöhung der Biersteuer nützt nichts. Wer will, der trinkt sowieso. Die Abschreckung muss nicht zwangsläufig über den Preis erfolgen, es gibt auch andere Möglichkeiten. Analog zur Zigarettenwerbung könnte man abschreckende Bilder von Autounfällen auf Bierflaschen veröffentlichen, damit die Leute nicht betrunken Auto fahren.

Es sind oftmals ärmere Leute, die alkoholabhängig sind. Die Preiserhöhung beträfe somit vor allem Leute, die ohnehin schon wenig Geld haben. Die Leute mit viel Geld können sich den Alkohol auch weiterhin leisten. Ich bin grundsätzlich dafür, dass sich der Staat weniger einmischen sollte. Letztlich geht es beim Bierkonsum auch um Eigenverantwortung.

Melanie Valenta, 37

Leiterin Personal, St. Gallen

Tobit Brüllmann, 19

Sanitär/Installateur, Flawil

Aicha Chaudhry, 27

Mutter, St. Gallen

Gian-Luca Forster, 23

Metallbauer, St. Gallen

Maurizio Pavone, 57

Technischer Angestellter, Uttwil

Jonathan Bauer, 19

Angehender Student, Berg TG

Rebecca Schulze, 19

Angehende Studentin, Salmsach

Silvan Derungs, 29

Zimmermann, St. Gallen

Theodora Noy, 60

Betreuerin Pflege, St. Gallen

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