Keine Begegnungszone in St. Georgen

Die Stadt hat aufgrund einer Petition die Machbarkeit einer «Tieftempo-Zone» auf der St. Georgen-Strasse geprüft. Eine Begegnungszone ist vom Tisch, eine Tempo-30-Zone noch nicht.

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Tempo 30? Die Stadt will weitere Abklärungen vornehmen. (Bild: Urs Jaudas)

Tempo 30? Die Stadt will weitere Abklärungen vornehmen. (Bild: Urs Jaudas)

Ende Januar hat der Verein Wohnliches St. Georgen eine Petition eingereicht, in der er dem Stadtrat vorschlägt, einen Abschnitt der St. Georgen-Strasse in eine Tempo-30-Zone oder eine Begegnungszone umzuwandeln. Es handelt sich dabei um die Strecke zwischen der Haltestelle Mühlegg und der Einfahrt ins ehemalige Maestrani-Areal, die für viele Kinder ein Teil des Schulwegs ist.

Die Strasse sei für Kinder und ältere Menschen zu gefährlich, sagte Vereinspräsidentin Susanne Schmid-Keller anlässlich der Übergabe der 703 gesammelten Unterschriften.

«Nicht zweckmässig»

Das Anliegen für ein sicheres und lebenswertes Quartierzentrum werde vom Stadtrat unterstützt, heisst es nun in dessen Petitionsantwort. Die Frage der dafür notwendigen Massnahmen sei jedoch auch mit der Quartierbevölkerung noch zu diskutieren. Dies soll im Herbst an der Quartierversammlung des Quartiervereins St. Georgen geschehen.

Dem in der Petition gemachten Vorschlag einer Begegnungszone steht der Stadtrat ablehnend gegenüber. «Aufgrund der Bedeutung der St. Georgen-Strasse im Strassennetz sowie der Zeitverluste der Busse» werde eine solche von den städtischen Verkehrsexperten als nicht zweckmässig erachtet. Was die Tempo-30-Zone anbelangt, vertröstet der Stadtrat auf später.

Ein Problem ist, dass durch eine Geschwindigkeitsreduktion auch der Bus langsamer würde und deshalb allenfalls zusätzliche Kurse eingeplant werden müssten. Fahrzeitmessungen haben laut Stadtrat ergeben, «dass diese Fahrzeitverluste für sich alleine noch keine finanziellen Auswirkungen auf der Linie 2/8 zur Folge haben». Detaillierte Abklärungen könnten allerdings erst im Herbst gemacht werden, da mit der neuen Haltestelle Kirche Bruggen und dem allfälligen Tempo 30 auf der Oberstrasse mögliche Fahrzeitverluste hinzukämen.

14 Unfälle an zwei Orten

Die Stadt hat für das betreffende Gebiet eine Unfallanalyse durchgeführt. Diese zeigt zwei Orte mit einer gewissen Unfallhäufigkeit, und zwar einen im Bereich der Bergstation der Mühleggbahn und den anderen im Bereich nördlich der Kirche St. Georgen. An diesen Stellen wurden in den letzten fünf Jahren acht, respektive sechs Unfälle registriert.

Die durchschnittliche Geschwindigkeit der täglich rund 6200 Fahrzeuge zwischen Mühlegg und Demutstrasse beträgt laut stadträtlicher Petitionsantwort 36 Stundenkilometer. (per)

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