Keine Bausteuer mehr

Die Aufgaben der Katholischen Kirchgemeinde können mit dem Steuerfuss von 24 Prozent, inklusive vier Prozent Zentralsteuer, abgedeckt werden. Eine Vereinigung mit den Kirchgemeinden Goldach und Untereggen soll geprüft werden.

Peter Beerli
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RORSCHACH. Der Kirchenverwaltungsrat der Katholischen Kirchgemeinde empfiehlt den Stimmberechtigten an der Kirchbürgerversammlung vom 6. April, die bisher erhobene Bausteuer von einem Prozent aufzuheben. Nachdem die Liegenschaften der Kirchgemeinde zum grössten Teil amortisiert sind, können die Aufgaben mit einem Gesamtsteuerfuss von 24 Prozent, einschliesslich vier Prozent Zentralsteuer, abgedeckt werden. Der Voranschlag 2014 rechnet mit Einnahmen und Ausgaben von je 3 450 100 Franken. Die Jahresrechnung 2013 schloss bei Einnahmen von 3 606 631 Franken und Ausgaben von 3 574 835 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 31 796 Franken. Dieser wird der Reserve für Aufwandüberschüsse zugeführt.

Die Vereinigung prüfen

Am 6. April soll der Kirchenverwaltungsrat auch ermächtigt werden, eine Vereinigung mit den Kirchgemeinden Goldach und Untereggen zu prüfen. Die Pfarreien Rorschach, Goldach und Untereggen wurden schon 2009 von Bischof Markus Büchel kirchenrechtlich zur Seelsorgeeinheit Region Rorschach zusammengefasst. Es stellt sich nun die Frage, ob die verwaltungs-seitigen Strukturen den seelsorgerlichen Gegebenheiten angepasst werden sollen. Die drei Kirchenverwaltungsräte haben nach Gesprächen, Diskussionsrunden und einem Workshop dem Start zu diesem Vereinigungsprojekt zugestimmt. Nun erhält auch die Bürgerschaft der drei Kirchgemeinden Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen. Im Amtsbericht wird über dieses Vorhaben ausführlich orientiert.

Kirche nahe bei Menschen

Im Bericht des Pfarreibeauftragten äussert sich Patrick Büchel positiv einer solchen Vereinigung gegenüber und betont: «Mit der geplanten Vereinigung machen wir einen entscheidenden Schritt in die einzig richtige Zukunft.» Sie würde die administrativen Arbeiten einfacher machen, ohne das Angebot für die Gläubigen einzuschränken. Schliesslich schreibt er: «Die Kirche ist zunächst Gemeinschaft vor Ort, und dies bleibt sie auch. Je näher am Menschen und je menschenfreundlicher die Kirche ist, desto glaubwürdiger ist sie. Sie hat dort Zukunft, wo sie sich öffnet für Gottes Geist.

Vielseitiges Angebot

Schliesslich orientiert der Amtsbericht in Wort und Bild über die Fülle kirchlicher, kultureller und gesellschaftlicher Angebote und darüber, wie sehr diese von jungen und älteren Pfarreiangehörigen genützt werden.