«Kein Zulauf aus Zürich»

Gleichzeitig mit der Eröffnung der Sexboxen in Altstetten wurde in der Stadt Zürich der Strassenstrich am Sihlquai aufgehoben. Viele Prostituierte seien deshalb aus Zürich abgewandert, berichtete der «Tages-Anzeiger» vor kurzem.

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Gleichzeitig mit der Eröffnung der Sexboxen in Altstetten wurde in der Stadt Zürich der Strassenstrich am Sihlquai aufgehoben. Viele Prostituierte seien deshalb aus Zürich abgewandert, berichtete der «Tages-Anzeiger» vor kurzem. Laut Maria Magdalena, der kantonalen Beratungsstelle für Sexarbeiterinnen, bislang jedoch nicht nach St. Gallen. «Es gibt keinen Zulauf von Sexarbeiterinnen aus Zürich», sagt Susanne Gresser. Für die Mediensprecherin von Maria Magdalena gibt es dafür mehrere Gründe. «Möglicherweise weichen die Frauen vom Sihlquai in näherliegende Zentren aus.» Ausserdem gebe es im Kanton St. Gallen keinen Strassenstrich mehr. Deshalb gebe es für viele ehemalige Sihlquai-Sexarbeiterinnen gar keinen Anreiz, hierher zu kommen. «Frauen vom Strassenstrich wollen oftmals nicht in einem Lokal arbeiten», sagt Susanne Gresser. Trotz der besseren Arbeitsbedingungen, seien diese meist streng hierarchisch organisiert. «Das behagt nicht allen Sexarbeiterinnen.» So gebe es Frauen, die den Strassenstrich dem Bordell als Arbeitsplatz vorziehen würden. «Auf der Strasse können sie sich ihre Zeit selbständig einteilen und selber entscheiden, wie viele Stunden am Tag sie arbeiten wollen.» (hae)

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