Kein schöner Abend für GC-Trainer Alain Sutter

STAAD. Die Nationalliga-A-Fussballerinnen vom Bützel besiegen die Zürcher Grasshoppers mit 5:0 (3:0) und schaffen damit drei Runden vor Schluss die Finalrunden-Qualifikation.

Yves Solenthaler
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Was Alain Sutter zu sehen bekam. (Bilder: Yves Solenthaler)

Was Alain Sutter zu sehen bekam. (Bilder: Yves Solenthaler)

STAAD. Die Nationalliga-A-Fussballerinnen vom Bützel besiegen die Zürcher Grasshoppers mit 5:0 (3:0) und schaffen damit drei Runden vor Schluss die Finalrunden-Qualifikation. Der prominenteste Beobachter des Spiels, der Ex-Internationale Alain Sutter, hatte als Co-Trainer der unterlegenen GC-Ladies keinen schönen Abend in Staad.

Nieselregen auf dem Bützel

62 Länderspiele und eine WM-Teilnahme für die Schweiz hat der 46-jährige Alain Sutter auf dem Buckel. Auch als Bundesliga-Spieler hat er in einigen der grössten Fussballstadien Europas gekickt. Der Kontrast zum Bützel könnte nicht gewaltiger sein: Hier sieht man von der Trainerbank die entfernten Ecken des Platzes nicht, weil der Rasen abschüssig ist. Hier säumen 100 leise statt 50 000 laute Zuschauer das Spielfeld. Hier regnet es – Nieselregen. Auch auf dem Bützel scheint hie und da die Sonne. Wenn ein Regisseur aber einen Film über den Sportplatz drehte, würde es darin regnen. Sutters grösste Sorge war am Samstag aber nicht die Lokalität, in der er gelandet war.

Harmloses GC

Ein Dämpfer muss für ihn die Leistung der Hoppers-Frauen gewesen sein. Zwar sprach Staad-Trainerin Sissy Raith nach dem Match höflich von einem unangenehmen Gegner. Bei Lichte betrachtet war GC aber vor allem eines: harmlos. Schon vor der Pause kamen die Zürcherinnen in der Offensive selten weit. Nur einmal musste sich Staad auf seine Torhüterin Daniela Hutter verlassen, die diese Aufgabe bravourös meisterte. Einmal klatschte ein Schuss der Zürcherinnen an die Torumrandung. In der zweiten Halbzeit zeigten die Zürcherinnen gar keine offensive Szene mehr, die erwähnenswert wäre.

Staader Spielfreude

Das lag auch an den Staaderinnen, die 90 Minuten konzentriert spielten, die meisten Zweikämpfe gewannen und mit ihren Angriffen regelmässig für Gefahr sorgten. Schon vor der Pause führten die Seemädchen 3:0 – Captainne Rafaela Bisquolm (5.) und Nationalspielerin Claudia Stilz (15. und 31.) hatten die Tore geschossen. Nach der Pause liessen es die Gastgeberinnen erst etwas ruhiger angehen, setzten aber in den letzten 25 Minuten trotz schwer bespielbarem Terrain zum Schaulaufen an: Erneut Stilz (68.) und Sabrina Petriella (74.) vervollständigten den 5:0-Sieg. Damit kann Trainerin Raith bereits die Finalrunde planen: «Heute haben wir eine gute Mannschaftsleistung gezeigt. Wichtig war vor allem, dass die Spielerinnen nie nachgelassen haben.»