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Kein Rosenbergplatz in Sicht

Vorläufig dürfte es hinter dem Bahnhof keinen Rosenbergplatz geben. Das nimmt der Quartierverein an. Er tagte am Mittwoch im Haus Washington, das Präsident Martin Schregenberger dann auch vorstellte.
Claudia Schmid
Das Haus Washington am Anfang der Rosenbergstrasse. (Bild: Manuel Roth)

Das Haus Washington am Anfang der Rosenbergstrasse. (Bild: Manuel Roth)

Eines der Themen an der Hauptversammlung des Quartiervereins Rosenberg vom Mittwochabend war ein Gesuch, das der Vorstand im Juli des vergangenen Jahres dem Stadtrat eingereicht hatte. Darin regte der Quartierverein an, einer Freifläche im Areal Bahnhof Nord den Namen Rosenbergplatz zu geben.

Schräges Plätzchen, kein Platz

Der Stadtrat sei gewillt gewesen, die Idee aufzunehmen, erklärte Martin Schregenberger am Mittwoch. Als der Quartierverein aber vernommen habe, dass nur ein kleiner schräger Teil bei der Fachhochschule so heissen solle, sei Enttäuschung aufgekommen.

«Wir hatten uns vorgestellt, dass das heute als Parkplatz genutzte Gebiet zwischen Lokremise und FHS-Zentrum den Namen erhalten würde», erläuterte der Quartiervereinspräsident. Die Stadt jedoch habe ihre ablehnende Haltung damit begründet, dass man noch nicht wisse, wie dieses Areal künftig genutzt werde. Damit werde es wohl in naher Zukunft auch noch keinen offiziellen Rosenbergplatz geben.

Fest im Huber-Pärkli

In seinem Jahresbericht erinnerte Präsident Martin Schregenberger an das Einweihungsfest, das im Mai 2015 im Huber-Pärkli an der Dufourstrasse gefeiert wurde. Es ist dem St. Galler Komponisten und Musiklehrer Ferdinand Fürchtegott Huber gewidmet und jetzt mit einer Büste des Komponisten Paul Huber bereichert worden.

Ein prächtiger Barockbau

Martin Schregenberger stellte nach Abwicklung der Traktandenliste das Haus Washington vor, in dem der Quartierverein tagte. Es ist heute Sitz der Helvetia-Versicherungen. Als die Iklé-Brüder 1890 ihren Geschäftssitz geplant hätten, habe es an der Rosenbergstrasse bereits viele Prachtsbauten gegeben. Darunter seien beispielsweise die Villa Janggen, die Villa am Berg, die Freimaurer-Loge, das Landhaus zum Greifenacker, die Villen Grünberg, Wiesental, Fischbacher und Jacob, die Reithalle, die Kaserne und die Militärkantine, das Landhaus Lindenhof und die Villa Kreuzacker gewesen. Einige Prestige-Überbauungen mit grosszügigen Wohnungen für Grossbürger seien kurz vor der Ausführung gestanden.

Krone für ein nobles Quartier

Der Iklé-Geschäftssitz am Anfang der Rosenbergstrasse habe all den vornehmen Bauten die Krone aufsetzen wollen. Entstanden sei ein grossstädtisches neubarockes Wiener Palais aus weissem Kalkstein mit einem Namen, der an Nordamerika erinnere. Die Familie Iklé als Eigentümerin des Hauses «Washington» war seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eines der bedeutendsten Textil-Geschlechter der Region. Mit dem Bau beauftragt wurde damals Architekt Wendelin Heene. Der stammte aus dem böhmischen Schönlinde und hatte im Stickereiboom etliche markante Bauten in der Gallusstadt erstellt.

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