Kein neuer Spielplatz für die Kinder

Schulratspräsidentin Petra Gächter-Pfändler begrüsst in der vollbesetzten Mehrzweckhalle zur letzten Schulbürgerversammlung – ab 2017 ist Untereggen eine Einheitsgemeinde.

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Schulratspräsidentin Petra Gächter-Pfändler begrüsst in der vollbesetzten Mehrzweckhalle zur letzten Schulbürgerversammlung – ab 2017 ist Untereggen eine Einheitsgemeinde. Schnell stellt sich heraus, dass sich die Versammlung in die Länge ziehen wird, denn als die Präsidentin den Antrag zum Bau eines Spielplatzes mit Zufahrt zum Parkplatz für 86 300 Franken erläutert, macht sich bei der Bürgerschaft Unruhe breit.

Der Schulrat hat sich entschieden, die beiden Posten Zufahrt und Spielplatz separat zur Abstimmung zu bringen, da «wir eine neutrale Haltung zur Verlegung der Zufahrtsstrasse haben», sagt Gächter-Pfändler. Dann spricht sich Gemeindepräsident Norbert Rüttimann klar für die Verlegung aus. Doch sein Votum bringt nichts, die Bürger lehnen den Umbau der Strasse bei 18 Enthaltungen mit 88 Nein- zu 62 Ja-Stimmen ab.

Mit diesem Entscheid wird die Diskussion erst richtig angeregt. Denn ohne Strassenverlegung verliert die Jugendriege beim Bau des Spielplatzes den Ort, an dem sie am Grümpeli ihr Festzelt jeweils aufstellt. Die Schulratspräsidentin spricht wiederholt die Wichtigkeit des Spielplatzes für die Kinder aus, da der alte noch 2016 abgebrochen werden müsse. Ein Votant bemängelt, das Projekt sei viel zu teuer und es gebe genügend Leute, die den jetzigen Spielplatz einwandfrei herrichten könnten. Applaus. Albert Fässler, Präsident der Jugendriege Untereggen, betont: «Für uns ist das Grümpeli die wichtigste Einnahmequelle. Damit das so bleibt, sind wir auch auf das Festzelt angewiesen.» Auch er erntet Applaus. Und sein Argument überzeugt. Mit 92 Nein- zu 55 Ja-Stimmen spricht sich die Bürgerschaft gegen den Bau eines Spielplatzes aus. (ren)

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