Kein Feind von Fest und Olma

Er wolle Stadtfest und Olma sicher nicht abschaffen, wehrt sich der parteilose Stadtratskandidat Markus Buschor gegen Vorwürfe. SVP-Kritikern wirft er im Gegenzug Schwarzweiss-Denken vor.

Reto Voneschen
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Wehrt sich gegen SVP-Vorwürfe: Der parteilose Stadtratskandidat Markus Buschor. (Bild: Hanspeter Schiess)

Wehrt sich gegen SVP-Vorwürfe: Der parteilose Stadtratskandidat Markus Buschor. (Bild: Hanspeter Schiess)

Am Dienstag hat SVP-Stadtratskandidat Markus Straub seinen Verzicht auf die Teilnahme am zweiten Wahlgang bekanntgegeben. Neben Patrizia Adam (CVP) empfiehlt die Partei für den 25. November Sylvia Huber (SP) zur Wahl.

Vom parteilosen Kandidaten Markus Buschor «distanzierte» sie sich aber klar. Dies, wegen Bedenken an seinen fachlichen Fähigkeiten (siehe Kasten). Ein weiterer Grund sind Aussagen an Podiumsdiskussionen: Aus ihnen gehe hervor, dass Buschor das Stadtfest und die Olma abschaffen sowie die Stadtautobahn rückbauen wolle, sagte Markus Straub an der SVP-Pressekonferenz.

Kritik an den Kritikern

Markus Buschor wehrt sich gegen diese Kritik. Er habe nie davon gesprochen, Stadtfest oder Olma abzuschaffen. Und auch die Aussage, er wolle die Stadtautobahn rückbauen und begrünen, sei ein «Kurzschluss». Die Vorwürfe hätten ihn überrascht, zeigten aber auch, wie sehr gewisse SVP-Exponenten im Schwarzweiss-Denken gefangen seien.

Das Stadtfest sei am SVP-Podium über Sicherheit in Zusammenhang mit Littering und Lärm angesprochen worden. Er habe gesagt, dass es sich beim Kampf gegen diese Phänomene lohne, fürs Fest künftig eine Strategie für mehr Qualität und nicht nur für mehr Quantität einzuschlagen. Ein konkretes Beispiel, in welche Richtung es dabei gehen könnte, sei das Gauklerfest vom Frühling in der südlichen Altstadt im Rahmen des Gallusjubiläums gewesen, sagt Markus Buschor.

Pflegen und weiterentwickeln

Und die Olma wolle er keinesfalls abschaffen, hielt der parteilose Stadtratskandidat gestern am Telefon fest. Sie gehöre zur Stadt St. Gallen. Man müsse sie pflegen und weiterentwickeln. Die Unterstellung, er wolle die Olma abschaffen, rühre wohl daher, dass er am SVP-Podium zur Sicherheit Auswüchse der Olma-Festhütten für Anwohner kritisiert habe. Zudem habe er nie einen Hehl aus seiner Skepsis gegenüber dem geplanten Olma-Turm gemacht. Dabei gehe es aber nicht um inhaltliche Aspekte der Messe, sondern um Ordnung im öffentlichen Raum und städtebauliche Fragen.

Bezüglich Autobahn seien die Stadtratskandidaten auf einem Podium aufgefordert worden, Visionen zu präsentieren. Er habe dafür plädiert, vertieft nachzudenken, in welche Richtung es mit dem Verkehr gehen solle. Er finde es fahrlässig, neue Autobahnen zu bauen, ohne sich Alternativen zu überlegen. Die allgemeine Entwicklung laufe in eine andere Richtung, sagte Buschor gestern.